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Osteuropa – Seite 2 – rainbird-ao
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12 Okt.

wdw 22.1. – 28.1.2007

wdw_snow 25.01.2007 Vom Mittelmeer kommend wickelte sich das Tief ‚Malte‘ um die Alpen. Es brachte in einem Streifen, der von Ostfrankreich bis zur Ukraine reichte, Schneefall. Polen beispielsweise war (von der Küste und hohen Berggipfeln abgesehen) am 23.1. noch schneefrei. Zwei Tage später lag fast überall eine Schneedecke. In Süddeutschland fielen zwischen 20 und 30 cm Neuschnee. Dabei haben die hohen Lagen der Alpen (anders als in Österreich und der Schweiz) kaum etwas abbekommen: auf der Zugspitze betrug der Zuwachs nur 5 cm. Auch der recht nahe Feldberg hat nur 6 cm Neuschnee für zwei Tage gemeldet.
wdw_rain 27.01.2007 In Queensland, Australien, hat es in der abgelaufenen Woche ergiebig geregnet. Der Niederschlag breitete sich dabei bis weit ins Landesinnere aus. In Windorah (ca. 1200 km westlich von Brisbane) wurde am 22.1. eine Tagessumme von 69 mm gemessen, das ist ungefähr der mittlere Niederschlag für den Gesamtmonat.
wdw_cold 27.01.2007 Ein kräftiger Kaltluftvorstoß, der bis nach Nordafrika reichte, hat in vielen Teilen Europas für kaltes Wetter gesorgt. Am 24.1. sank in Nordeuropa die Temperatur unter -30°C,  in Mitteleuropa gab es verbreitet einen Eistag (Höchsttemperatur unter 0°C). In Spanien und Portugal wurde ab Wochenmitte sogar an der Küste Nachtfrost registriert (z.B. in Porto am 26.1.). Einen Tag später meldeten auch nordafrikanische Stationen wie Nador leichten Frost.
wdw_rain 28.01.2007 Recht ergiebigen Regen meldeten die Kanarischen Inseln. Dabei nahm die Intensität von Westen nach Osten stark ab und in Marokko sind nur Reste des Niederschlagsfeldes angekommen. Die dortigen Stationen meldeten höchstens 2 – 4 mm. In Fuerteventura im Osten der Kanarischen Inseln fielen in 24 Stunden dagegen noch 20 mm. Teneriffa meldete 72 mm und La Palma sogar 93 mm.
wdw_ts 27.01.2007 Am 22.1. bildete sich westlich von Tahiti der Tropische Sturm ‚Zita‘. Der Sturm zog erst nach Südosten, dann nach Süden und löste sich bereits am 24.1. wieder auf.
Etwas weiter westlich als ‚Zita‘ bildete sich am 24.1. der Tropische Sturm ‚Arthur‘, der sich bereits am nächsten zum Zyklon verstärkte. Er zog erst nach Ostsüdost auf Tahiti zu, bog am 26.1. aber nach Süden ab. Nach zwischenzeitlicher deutlicher Abschwächung verstärkte sich ‚Arthur‘, blieb aber ein Sturm und zog als solcher über die Tubuai-Inseln hinweg. Im Lauf des 27.1. schwächte sich ‚Arthur‘ dann rasch zum Tief ab.
12 Okt.

wdw 8.1. – 14.1.2007

wdw_rain 09.01.2007 Sehr viel Niederschlag fällt zur Zeit in Madagaskar. Am 8. und 9.1. wurden 24-stündige Regenmengen zwischen 120 und 190 mm gemessen (ohne dass ein Wirbelsturm unterwegs war). In Maintirano waren es knapp 150 mm. „Dank“ des Zyklons ‚Clovis‘ waren bereits in der Vorwoche an zwei Tagen 527 mm gefallen. Insgesamt sind es im Januar bereits mehr als 1000 mm. Durchschnittlich werden dort etwa 360 mm gemessen.
wdw_hot 10.01.2007 Die letzten beiden Tage wurde sehr milde Luft nach Mittel- und Osteuropa geführt. In Mitteleuropa kletterte das Quecksilber auf Werte zwischen 12° und 15°C. An der Nordsee wurden zwar nur Werte um 11°C erreicht, dass reichte aber, um alte Höchstmarken zu übertreffen. In Osteuropa lag die Höchsttemperatur bei 8°  – 11°C und damit ebenfalls im Extrembereich für den Januar.
wdw_storm 11.01.2007 Das Orkantief ‚Franz‘ hat die extrem milde Witterung in Mitteleuropa etwas rüde unterbrochen. Hier – wie auch schon in Westeuropa – gab es anhaltend starken Wind mit schweren Sturmböen, an den Küsten und auf den Berggipfeln war es noch heftiger. So meldete der Brocken am Abend auch Gewitter – bei einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 90 km/h (Windstärke 10). Die Spitzenböen erreichten mit mehr als 170 km/h fast die doppelte Geschwindigkeit. Spitzenreiter mit 187 km/h war diesmal der Wendelstein.
wdw_cold 11.01.2007 In Nordostsibirien ist es richtig kalt geworden. Ojmjakon meldete am 9.1. und am 11.1. ein Minimum von -60°C. Bereits seit 20 Jahren liegt das jeweilige absolute Minimum für Januar zwischen -57°C und -61°C, auch wenn der Monat insgesamt eher „mild“ war. Bei gering bewölktem Himmel war es am 9.1. in Ojmjakon nicht nur sehr kalt, sondern es konnte auch das hübsche Phänomen des Polarschnees beobachtet werden.
14 Juli

wdw 11.2. – 17.2.2008

wdw_rain 14.02.2008 Auch in dieser Woche ist es beiderseits der US-amerikanisch-kanadischen Grenze zu ergiebigen Niederschlägen gekommen, diesmal aber im Osten. Los ging es am 13.2. in New York und Umgebung, die Niederschläge weiteten sich aber rasch nach Norden aus. In den USA gab es von Anfang an meist Regen, in Kanada ging es mit Schnee los. Aber auch dort regnete es später. Zwischen New York und Halifax wurden vielfach 24-stündige Summen zwischen 50 und 70 mm gemeldet. Begleitet wurden die Niederschläge von starkem, teils auch stürmischem Wind.
wdw_rain 14.02.2008 Um die ganz heftigen Regenfälle ist Indonesien diesmal herumgekommen. Diese gab es weiter nördlich (Philippinen) und weiter südlich (Australien). Aus beiden Ländern wurden Tagessummen von mehr als 100 mm gemeldet. In Surigao (Nordspitze der Insel Mindanao) fielen innerhalb von 3 Tagen 370 mm, davon rund 170 allein am 12.2., in Guiuan (im Norden der Insel Leyte) waren es am gleichen Tag 216 mm. In Australien wurde zwischen dem 12. und 14.2 der Norden und Osten großflächig beregnet. Mengen 50 mm (innerhalb von 24 Stunden) waren eher wenig, viele Stationen meldeten mehr als 100 mm, einige auch mehr als 150 mm.
wdw_snow 17.02.2008 Ein Wintereinbruch hat in Ost- und Südosteuropa zu flottem Flockentanz geführt. War die Ukraine am 13.2. praktisch schneefrei, so lag am 15.2. dort fast überall eine geschlossene, wenn auch dünne Schneedecke. Am 16.2. schneite es in der Türkei großflächig, so dass sich selbst im Flachland eine mehr als 10 cm hohe Schneedecke bilden konnte.Auch in Süditalien und Griechenland schneite es, selbst von Kreta wurden Schneeschauer gemeldet. Ebenfalls kein alltäglicher Anblick dürfte am 17.2. die ganz in Weiß gehaltene Akropolis gewesen sein. In den Gebirgen Griechenlands und der Türkei lagen die Neuschneehöhen bei mehr als 30 cm.
wdw_cold 17.02.2008 Der erwähnte Wintereinbruch machte sich zuerst in Russland bemerkbar. Am 14.2. lagen die Tiefstwerte der Temperatur i.A. bei -2 bis -5°C, nur auf Nowaja Semlja und in den Küstengebieten der Kara-See war es mit unter -20°C schon deutlich kälter. An diesem Tag wurde es in Russland aber auch kaum noch wärmer und am nächsten Tag lagen die Tiefstwerte schon verbreitet unter -10°C. Am 17.2. sank die Temperatur nahezu überall nördlich des 60. Breitengrades (ausgenommen die westlichsten Gebiete) unter -25°C, im Bereich der Petschora auch unter -40°C. Dort erreichten selbst die Höchsttemperaturen nur -25° bis -30°C.
wdw_ts 17.02.2008 Der Zyklon ‚Hondo‘ bei 21,6 Grad Süd und 86,5 Grad Ost (dort ist weit und breit nur der Indische Ozean) behielt seinen Südkurs bei, schwächte sich am 11.2. aber zum Sturm und einen Tag später zum Tief ab.

Der Zyklon ‚Ivan‘ (etwa 1600 km östlich von Nord-Madagaskar) änderte seinen Kurs auf Nord, kreiselte erneut und zog schließlich in westlicher Richtung weiter. Am 12.2. schwächte er sich wieder zum Sturm ab. Einen Tag später nahm ‚Ivan‘ einen weiteren Anlauf und erreichte am 14.2. abermals Zyklon-Stärke. Außerdem änderte er seinen Kurs auf West-Südwest und zog mit mäßigem Tempo unter anhaltender Verstärkung auf Madagaskar zu. Am 16.2. erreichte ‚Ivan‘ seine maximale Stärke 4. Er schwächte sich nur wenig ab, bevor er am 17.2. bei Fenoarivo Asinanana (260 km nordöstlich der Hauptstadt Antananarivo) an Land ging. Bis zum späten Abend hatte sich ‚Ivan‘ zum Sturm abgeschwächt.

Am 12.2. bildete sich etwa 300 km westlich der nordwest-australischen Küste der Tropische Sturm ‚Nicholas‘. Er zog zunächst sehr langsam nach Osten, änderte am 14.2. seinen Kurs aber auf Südwest. An diesem Tag erreichte er auch Zyklonstärke. ‚Nicholas‘ behielt seinen Kurs mehr oder weniger bei, so dass er langsam unter nur unwesentlicher Verstärkung parallel zur australischen Küste zog.