23 Apr

wdw 29.12. – 04.01.2009

03.01.2009 Im westlichen Kanada hielt die starke Kältewelle auch an den ersten Tagen des neuen Jahres an. Dabei waren zwar weniger die absoluten Tiefstwerte in Gefahr, aber die Abweichungen vom Durchschnitt waren erheblich. In Calgary lagen sie etwa 16 Grad unter dem Durchschnitt, in Edmonton waren es 18 Grad. In beiden Fällen bedeutete das, dass selbst die Höchsttemperaturen unterhalb von -20°C blieben.
04.01.2009 Im Durchschnitt sollen an den Stationen Camooweal und Mount Isa (im Norden Australiens) an drei Tagen im Januar Niederschläge mit mehr als 10 mm /Tag fallen. Beide Stationen haben das bereits geschafft. In Mount Isa fielen vom 2. bis zum 4. Januar 147 mm, in Camooweal waren es 173 mm (sehr gleichmäßig auf die drei Tage verteilt). Die durchschnittliche Gesamtmenge für Januar wurde an beiden Stationen allein dadurch deutlich übertroffen.

 

11 Jul

wdw 17.11. – 23.11.2008

19.11.2008 Der Jahreszeit entsprechend regnet es in Alice Springs im nördlichen Landesinneren von Australien. Dort wurde am 19.11. immerhin eine Tagessumme von 48 mm verzeichnet. Allein diese Menge übertrifft den durchschnittlichen Novemberniederschlag ganz erheblich. Gleichzeitig stieg damit die Gesamtmenge für den November 2008 auf 157 mm – und das übertrifft den bisherigen Rekordwert an der seit fast 70 Jahren betriebenen Station um mehr als 20 mm
22.11.2008 Im Gebiet südliches Thailand – nördliches Australien hat die Regenzeit voll eingesetzt. In einigen Gebieten fielen dabei sehr kräftige Niederschläge mit mehr als 100 mm innerhalb von 24 Stunden. Einige Stationen meldeten auch mehr als 200 mm in diesem Zeitraum, so etwa Bengkulu (im Südwesten der indonesischen Insel Sumatra, 224 mm am 17.11., davon 119 mm in nur 6 Stunden) oder Surat Thani (240 mm am 20.11.). In dieser südthailändischen Stadt (ca. 180 km nordöstlich von Phuket) fielen in der Woche insgesamt 410 mm und damit mehr als im Durchschnitt für den gesamten Monat November.
23.11.2008 Der erste Wintereinbruch, der in Mitteleuropa auch das Flachland weißte, kam am 21.11. mit kräftigen Böen, die entlang des Rheins selbst im Flachland Sturm-, in den Bergen sogar Orkanstärke erreichten. Die gefallenen Schneemengen waren dabei durchaus unterschiedlich, aber bereits am 22.11. waren die meisten Gebiete vom westlichen Belgien bis Russland schneebedeckt. Auf dem Fichtelberg lagen 45 cm Schnee – am 20.11. waren es nur 2 cm gewesen.
23.11.2008 Auch in Osteuropa hat es am Wochenende geschneit. Ursache war ein Tief, das vom Schwarzen Meer über die Ukraine und das westliche Russland nach Norden zog. Am 23.11. lag es abends mit seinem Zentrum bei Sankt Petersburg und wies einen (für ein kontinentales Tief) sehr niedrigen Kerndruck von 955 hPa auf. Besonders an seiner Westflanke kam es auch zu recht ergiebigen Schneefällen, die z.B. in Smolensk bis zum 23.11. die Schneedecke von 1 cm auf 20 cm erhöhten.
wdw_ts 20.11.2008 Der am 17.11. mehr als 1000 km nordöstlich der Marianen gelegene Tropische Sturm ‚Haishen‘ schwächte sich an diesem Tag rasch zum Tief ab.
Der Tropische Sturm ‚Noul‘ ging am 17.11. wenige Kilometer südlich der vietnamesischen Stadt Nha Trang an Land und schwächte sich schnell zum Tief ab.

Etwa 1100 km südwestlich der indonesischen Stadt Bengkulu entstand am 18.11. der Tropische Sturm ‚Anika‘. Dieser zog mit hoher Geschwindigkeit mehr oder weniger nach Südosten und verstärkte sich am nächsten Tag etwas. Am 20.11. zog ‚Anika‘ dann nach Osten und schwächte sich zum Tief ab.
Am 19.11. bildete sich etwa 1600 km westlich von ‚Anika‘ der Tropische Sturm ‚Bernard‘. Er zog sehr schnell nach Osten und schwächte sich bereits am 20.11. zum Tief ab.

 

05 Dez

wdw 13.10. – 19.10.2008

wdw_cold 14.10.2008 Manchmal hat das Wetter einen drolligen Sinn für Humor, diesmal im australischen Ulladulla (ca. 170 km südlich von Sydney). Am 13.10. wurde mit 15,2°C noch die mildeste Nacht des Monats registriert, tagsüber konnte die Temperatur bis auf 26°C steigen. Der 14.10. war dafür dann der kühlste Tag des Monats; die Höchsttemperatur betrug nur noch 14,4°C.
wdw_hot 14.10.2008 Eine milde Nacht für Mitte Oktober wurde am 14.10. in Mitteleuropa verbucht. Vielerorts lagen die Tiefstwerte zwischen 12° und 14°C. Immerhin gab es bis auf eine Höhe von 3200 m keinen Frost, selbst auf dem gut 3100 m hohen Sonnblick (Österreich) blieb es mit 0,6°C frostfrei.
wdw_rain 16.10.2008 Die Tropische Depression Nr. 16, die sich am 14.10. unmittelbar östlich der honduranischen Küste gebildet hatte, schaffte es zwar nicht, sich zum Sturm zu entwickeln, dafür zog sie nur sehr langsam. Das bedeutet, dass auch das zugehörige Niederschlagsfeld nur langsam zog, so dass sich für dieses Gebiet sehr hohe Niederschlagsmengen ergaben. Die Meldungen sind leider sehr lückenhaft. Immerhin liegen für Puerto Barrios (an der guamaltekischen Atlantikküste) Daten vor, nach denen innerhalb von 30 Stunden 238 mm gefallen sind. Der Wetterdienst von Costa Rica teilte mit, dass es sich um die schlimmsten Niederschläge seit 100 Jahren handelte. Es kam zu schweren Überschwemmungen.
wdw_cold 19.10.2008 Vom äußersten Südosten abgesehen, ist es derzeit in Alaska kälter als im Durchschnitt. In weiten Gebieten herrscht Dauerfrost. Besonders kalt ist es im zentralen Alaska, wo die Temperatur um 10 Grad unter den jahreszeitlich üblichen Werten liegt. In Bettles (300 km nordwestlich von Fairbanks) wurden die ganze Woche über -5°C nicht mehr erreicht, am 16.10. sank die Temperatur bis -26°C.
wdw_ts 19.10.2008 Der Tropische Sturm ‚Nana‘ mitten auf dem Nordatlantik schwächte sich am 13.10. wieder zum Tief ab.

Am 14.10. bildete sich in der Karibik (etwa 450 km nördlich von Caracas) der Tropische Sturm ‚Omar‘, der sich noch am gleichen Tag zum Hurrikan verstärkte. ‚Omar‘ zog nach Nordosten, beschleunigte am 15.10. und überquerte am 16.10. die Kleinen Antillen. Jetzt hatte er richtig Tempo, erreichte dadurch aber auch schnell Gebiete mit kühlerem Wasser, so dass sich ‚Omar‘ am 17.10. zum Sturm und am 18.10. zum Tief abschwächte.

Ebenfalls am 14.10. entstand zwischen der chinesischen Insel Hainan und der vietnamesischen Küste der Tropische Sturm ‚Twentytwo‘. Dieser zog langsam nach Westen. Bereits am nächsten Tag schwächte sich der Sturm zum Tief ab, bevor er die Küste bei Nam Dinh erreichte.
Am 19.10. bildete sich mehr als 100 km nördlich der Marianen der Tropische Sturm ‚Bavi‘. Dieser zog schnell zunächst nach Norden.

Gut 800 km südwestlich der Malediven entwickelte sich am 16.10. der Tropische Sturm ‚Asma‘. Dieser änderte seinen Kurs bis zum nächsten Tag von West auf Süd und dann bis zum 19.10. wieder zurück auf West-Südwest. Dabei verstärkte sich ‚Asma‘ nicht.

 

05 Dez

wdw 22.9. – 28.9.2008

wdw_hot 22.09.2008 Zu Beginn des astronomischen Herbstes wurde an der Nordwestflanke des Hochs ‚Dieter‘ nochmal warme Luft bis in den Norden Russlands befördert. Dort stieg die Temperatur verbreitet auf Werte um 15°C wie in Archangelsk. Im etwa 300 km südlich davon gelegenen Senkursk wurden sogar 16,7°C gemessen.
wdw_rain 23.09.2008 In den australischen Alpen im Südosten des Kontinents hat es am gut 2200 m hohen Mount Kosciusko und nordöstlich davon ergiebige Niederschläge gegeben. Mehrere Stationen zwischen 1400 und 1900 m meldeten Tagessummen zwischen 50 und 115 mm. Die Temperaturextreme des Tages bewegten sich ungefähr zwischen -2° und +3°C, so dass die Niederschläge vermutlich nicht nur aus Regen, sondern auch aus Schnee bestanden haben.
wdw_rain 24.09.2008 Die Insel Trindade gehört zu Brasilien und liegt etwa 1100 km von Vitoria auf dem Festland entfernt. Die Niederschlagsmessungen sind etwas unregelmäßig, aber seit 1967 liegen für September 20 Monatssummen vor. Diese lagen bislang alle deutlich unterhalb von 200 mm. In dieser Woche fielen an nur zwei Tagen 200 mm – davon 146 mm am 23.September.
wdw_ts 28.09.2008 Der Taifun ‚Hagupit‘ nördlich der philippinischen Insel Luzon zog am 22.9. unter Verstärkung nach Westen und erhöhte seine Zuggeschwindigkeit. Einen Tag später wies er mit der Stufe 4 seine maximale Stärke auf. Nur wenig schwächer erreichte ‚Hagupit‘ am 24.9. bei Zhanjijang chinesisches Festland, wo er sich bis zum nächsten Tag (mit viel Niederschlag) zum Tief abschwächte.

Etwa 500 km nördlich der Karolinen entwickelte sich am 24.9. der Tropische Sturm ‚Jangmi‘. Er zog mehr oder weniger nach West-Nordwesten und verstärkte sich am nächsten Tag zum Taifun. ‚Jangmi‘ änderte seinen Kurs jetzt auf Nordwest und verstärkte sich ganz erheblich, am 27.9. erreichte er Stärke 5 und am gleichen Tag mit voller Wucht Taiwan (etwa bei Hualian). Am 28.9. änderte ‚Jangmi‘ seinen Kurs unter deutlicher Abschwächung auf Nord, blieb aber bis zum Abend ein Taifun und hatte die Insel noch nicht wieder verlassen.

Im Übergangsbereich von den Subtropen zu den Tropen entstand am 24.9. etwa 600 km östlich der Bahamas der Tropische Sturm ‚Kyle‘, der mal nach Norden, mal nach Nordwesten zog. Am 27.9. verstärkte sich ‚Kyle‘ gut 500 km vor der Küste des US-Bundesstaates North Carolina zum Hurrikan. Nach kurzzeitiger Abschwächung zum Sturm zog ‚Kyle‘ am 28.9. (wieder als Hurrikan) nach Nordosten und erreichte am gleichen Tag die kanadische Halbinsel Nova Scotia. Dort änderte ‚Kyle‘ seinen Kurs auf Nord und schwächte sich zum Sturm ab.

 

04 Dez

wdw 25.8. – 31.8.2008

wdw_hot 28.08.2008 Einen netten Wetterwechsel hat es Mitte der Woche im Gebiet um Nowosibirsk gegeben. So wurde in Kolyvan (ca. 30 km nördlich von Nowosibirsk) am 26.8. nur eine Höchsttemperatur von 14,3°C erreicht. Einen Tag später drehte der Wind langsam von Nordost auf Südwest, es gab aber kräftige Schauer und die Temperatur stieg bis 17,6°C. Am 28.8. dagegen war es freundlicher und die Temperatur lag mit 27,3°C fast 10 Grad höher als am Vortag.
wdw_hot 28.08.2008 Heißer als im Durchschnitt war es in der abgelaufenen Woche auch in Spanien. Selbst im meist etwas kühleren Nordwesten konnte die Temperatur wie in La Coruna auf Werte um 30°C steigen. Nachts sank sie nur wenig unter 20°C und insgesamt war es ca. 5 Grad wärmer als Ende August üblich.
wdw_norain 30.08.2008 Ziemlich trocken, teilweise auch kalt, präsentierte sich der August im südwestlichen Australien. So wurden in Albany an der Südküste mit 63 mm nur knapp 60% des durchschnittlichen Niederschlags erreicht. In Geraldton (knapp 400 km nördlich von Perth) an der Westküste wurde am 30.8. mit 2,6 mm noch die größte Tagessumme dieses Monats registriert. Insgesamt kamen dort aber nur 5,6 mm zusammen – der niedrigste Wert, seit die Station 1941 eröffnet wurde.
wdw_ts 31.08.2008 Am 25.8. entstand knapp 300 km südlich der Dominikanischen Republik der Tropische Sturm ‚Gustav‘. Dieser bewegte sich zügig nach Nordwesten, verstärkte sich am nächsten Tag zum Hurrikan und erreichte Haiti. Am 27.8. schwächte ‚Gustav‘ sich wieder zum Sturm ab und verließ die Insel mit Westkurs. Einen Tag später überquerte er Jamaika in westlicher Richtung. Am 29.8., nun über dem Meer, änderte ‚Gustav‘ seinen Kurs wieder auf Nordwest und wurde erneut zum Hurrikan. Er erreichte Stärke 3, mit dieser überquerte ‚Gustav‘ am 30. und 31. August den Nordwesten Kubas. Wie schon in Haiti und Jamaika lösten die heftigen Niederschläge Überschwemmungen aus. ‚Gustav‘ behielt seinen Nordwestkurs und auch seine Stärke bei und bewegte sich am Abend des 31.8. über dem Golf von Mexiko auf das Mississippi-Delta zu.

400 km nordöstlich der Kleinen Antillen entwickelte sich am 28.8. der Tropische Sturm ‚Hanna‘. Dieser verstärkte sich nur wenig und zog nach Nordwesten. Am 30.8. änderte der Sturm seinen Kurs mehr auf West. Bis zum Abend des 31.8. blieb ‚Hanna‘ noch in sicherer Entfernung von bewohnten Inseln.

Der Tropische Sturm ‚Julio‘ über der Südspitze von Baja California zog am 25.8. nach Nord-Nordwest und damit entlang der Längsachse der Halbinsel, wo er sich am gleichen Tag zum Tief abschwächte.

Am 27.8. verstärkte sich etwa 200 km östlich der philippinischen Insel Luzon die Tropische Depression ’14w‘ zum Tropischen Sturm. Der Sturm-Status ging ’14w‘ aber schon nach wenigen Stunden wieder verloren.