25 Okt

wdw 25.9. – 1.10.2006

wdw_rain 26.09.2006 An den Küsten der südafrikanischen Provinzen Eastern Cape und Natal hat es heftige Schauer gegeben. In Margate und Port Edward (südliches Natal) wurden innerhalb von 24 Stunden 126 bzw. 133 mm gemessen. Weiter südlich, in Eastern Cape, waren die Mengen geringer. Die Station Umtata (etwas im Landesinneren) meldete zwar nur knapp 64 mm, dies war allerdings die höchste je gemessene Tagesmenge für den Monat September (31 Jahre). Gleichzeitig warnte der Wetterdienst den Nordwesten dieser Provinz aufgrund der dortigen Trockenheit vor möglichen Bränden.
wdw_rain 28.09.2006 Ganz erhebliche Regenmengen wurden auch im Mittelmeergebiet registriert. Ancona meldete 113 mm als Tagesmenge am 26.9., Tagesmengen von mehr als 50 mm gab es an mehreren Stationen; bereits einen Tag vorher fielen im Westen und Nordwesten von Italien ähnliche Mengen. Die Niederschlagstätigkeit verlagerte sich weiter nach Osten und auch in Griechenland fielen mehr als 100 mm pro Tag (Alexandropouli meldete 115 mm, Kerkyra 136 mm).
wdw_cold 29.09.2006 Der Winter hat sich in Nordeuropa zurückgemeldet. Zuerst kam der Schnee, der in Nordskandinavien und auf der Halbinsel Kola auch längere Zeit liegen blieb; Katterjakk kam dabei auf 6 cm. Dann kühlte es sich richtig ab und in den Nacht zum 29.9. ging die Temperatur in einem größeren Gebiet auf unter -5°C zurück (etwa zwischen Kiruna und Salla). Kiruna hatte zuvor mit einem Höchstwert von -1°C den ersten Eistag der Saison gemeldet.
wdw_hot 30.09.2006 Hierzulande konnte auch in dieser Woche vom Herbst nicht die Rede sein, geschweige denn vom Winter. Diese Woche war wie der Rest des Monats überdurchschnittlich warm und im Osten auch sonnig und meist trocken. In Berlin war der September wärmer als der August und immerhin der drittwärmste September seit Beginn der Messungen 1908. 30°C gab es diese Woche im Bundesgebiet zwar nicht mehr, aber immerhin noch 25°C und mehr. Am 25.9. und 26.9. wurden in Manschnow, Holzdorf und Cottbus sogar noch 27°C erreicht.
wdw_ts 01.10.2006 Am 25.9. enstand knapp östlich der Philippinen der Tropische Sturm ‚Xangsane‘. Bereits einen Tag später erreichte er Taifunstärke und auch die Philippinen, die er nur langsam überquerte. ‚Xangsane‘ hatte zwischenzeitlich die Stärke 4. Nach zwei Tagen war er wieder auf offener See und zog unter erneuter Verstärkung auf Vietnam zu. Am 1.10. ging ‚Xangsane‘ bei Da Nang an Land. Dort soll er noch schwer gewütet haben, obwohl sich der Taifun kurz vor dem Landgang auf die Stärke 1 abgeschwächt hatte.
Der Hurrikan ‚Helene‘ hat sich am 25.9. knapp nördlich der Azoren in ein außertropisches Tief umgewandelt. Am 28.9. bildete sich im östlichen Sargassomeer (Atlantik) der Tropische Strum ‚Isaac‘. Er sog zunächst nach Nordwesten und verstärkte sich zwei Tage später zu einem schwachen Hurrikan. Am 1.10. änderte ‚Isaac‘ seinen Kurs auf Nordost, Richtung Neufundland.
Der Tropische Sturm ‚Mukda‘ im Arabischen Meer hat sich am 25.9. aufgelöst.
03 Okt

wdw 30.10. – 5.11.2006

wdw_storm 01.11.2006 Das Tief ‚Britta‘ ist mit Sturm- und Orkanböen über das nördliche Mitteleuropa gefegt. Selbst im Binnenland wurden verbreitet Sturmböen registriert. Der Brocken meldete zwar 148 km/h, war diesmal aber nur zweiter Sieger – auf Spiekeroog wurden 156 km/h gemessen. Die Küstenhochwasser waren sehr ausgeprägt, in vielen Küstenstädten gab es Überschwemmungen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt hat in der Nordsee die höchsten Wellen seit Beginn der Messungen (1981) registriert. Sowohl in der Nord- als auch in der Ostsee sind Schiffe havariert, ein Frachter ist gesunken.
wdw_rain 01.11.2006 Auch in dieser Woche gab es im östlichen Mittelmeergebiet heftige Niederschläge. Safita (Syrien) meldete 79 mm in 24 Stunden, in Naxos (Griechenland) waren es 85 mm. Besonders aus der Türkei (Südküste) gab es auch mehrere Meldungen über mehr als 100 mm. In Antalya wurden 158 mm gemessen, davon fielen 74 mm in nur 6 Stunden. Es kam vielfach zu Erdrutschen und Überschwemmungen.
wdw_hot 01.11.2006 Während es im nördlichen Sibirien bereits dauerhaft Winter ist, schwankt die Temperatur im mittleren Sibirien noch erheblich. Dabei kann es wie in Novosibirsk auch zu Werten über 10°C kommen. Am 30.10. wurden in Krasnojarsk 12°C und in Irkutsk knapp 14°C gemessen.
wdw_snow 02.11.2006 ‚Britta‘ brachte nicht nur Wind, sondern auch den Winter mit. Die Mittelgebirgsgipfel bekamen meist schon am 1.11. ein Mützchen, ebenso die Alpen. Auch einige Tieflandstationen meldeten zwischenzeitliche Schneedecken, z.B. Cottbus oder Marnitz. Nachts gab es in Mitteleuropa (außer an der Küste) fast überall leichten bis mäßigen Frost. Tagsüber stieg die Temperatur aber meist auf Werte deutlich über Null.
wdw_ts 03.11.2006 Der Taifun ‚Cimaron‘, der am 29.10. die philippinische Insel Luzon erreicht hatte, überquerte diese und richtete schwere Verwüstungen an. Über Land schwächte sich ‚Cimaron‘ zwar ab, verstärkte sich über dem Südchinesischen Meer aber erneut. Zunächst nahm der Taifun Kurs auf Vietnam, kam am 2.11. über der offenen See jedoch fast zum Stillstand und schwächte sich rasant ab. Bereits einen Tag später wurde ‚Cimaron‘ nur noch als Tief geführt.