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Wetter der Woche 27.12.2010 - 02.01.2011


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27.12.2010: Ein Tief, das bereits in der Vorwoche für heftiges Wetter in den USA gesorgt hatte, zog am Abend des 26.12. von Florida aus nordwärts und lag am 27.12. mittags mit seinem Zentrum etwas östlich von New York. Das Meereswasser ist noch relativ warm, so dass feucht-warme Luft gegen kalte Luft aus dem Norden geführt wurde. Die Folge waren kräftige Schneefälle zwischen Washington und Boston, garniert mit Verwehungen aufgrund ebenso kräftigen Windes. In Providence (südlich von Boston) fielen innerhalb von 12 Stunden 17 cm Neuschnee, in New York waren es 25 cm und in Newark (bei New York) sogar 51 cm.
30.12.2010: Erfreulich viel, wenn auch nicht allzu gescheit verteilten Niederschlag gab es im diesjährigen Dezember im australischen Bourke (780 km nordwestlich von Sydney). Allein am 27.12. fielen 65 mm. Im gesamten Monat waren es 195 mm, ein sehr hoher Wert. Die alte Station Post Office wurde leider 1996 geschlossen (heutzutage stammen die Werte vom 5 km entfernten Flughafen), dort lag der höchste Niederschlagswert in 125 Jahren bei 170 mm.
Einige 100 km nordöstlich von Bourke, hauptsächlich in Küstennähe, regnete es hingegen ein bisschen sehr viel auf einmal, teilweise war es der nasseste Dezember überhaupt. In Bundaberg (300 km nördlich von Brisbane) fielen 573 mm, dort wurde der alte Rekord von 1962 um fast 100 mm übertroffen. Allein am 28.12. fielen 165 mm, mit 23°C war es an dem Tag auch (naja) sehr kalt. In Rockhampton (250 km nordöstlich von Bundaberg) fielen in der abgelaufenen Woche 142 mm, hinzu kommen als größter Happen noch die 140 mm vom 26. Dezember. Mit insgesamt 518 mm wurde der Monatsrekord nur knapp verfehlt. Die Folge dieser Regenmengen sind großflächige (mehrere hundertausend km²) Überschwemmungen.
31.12.2010: Die Sonne macht sich hier in Berlin in diesem Dezember-Monat ziemlich rar. 14 Stunden schien sie nur. Die dänische Insel Bornholm hatte immerhin rund 30 Stunden lang das Vergnügen. Je weiter es von Bornholm aus nach Nordwesten, also Richtung Nordwest-Jütland ging, desto sonniger wurde es. Dort schien die Sonne verbreitet länger als 100 Stunden. Am sonnigsten war es mit mehr als 110 Stunden etwa 30 km südwestlich von Aalborg. Im Landesdurchschnitt wurden gut 78 Stunden Sonne registriert, womit der Dezember 1962 als bislang sonnenscheinreichster Monat (76 Stunden) abgelöst wurde.
31.12.2010: In Mittel-, West- und Nordeuropa ist ein ganz außerordentlicher Dezember zu Ende gegangen. In der Nordhälfte Deutschlands war es um rund 5°C zu kalt, in Norwegen und Schweden war es bis zu 10°C zu kalt. Dementsprechend mussten sie dort etliche Jahrzehnte in den Wetterchroniken zurückblättern, um kältere Dezember zu finden. Aber auch hierzulande war es der kälteste Dezember seit mindestens 1981. Nördlich des Mains hat sich der Dezember auch durch seinen Schneereichtum hervorgetan. In Berlin (nur als Beispiel) wurde am Morgen des 28.12. eine Schneedecke von 43 cm registriert - der alte Dezember-Rekord von 36 cm stammt aus dem Jahr 1913. Das letzte Mal lag hier soviel Schnee im Februar 1979. Östlich von Berlin lag der Schnee sogar mehr als 60 cm hoch. Ein ebenfalls seltenes Ereignis: Zeitweise waren praktisch ganz Großbritannien und Irland zugeschneit. Auch auf der dänischen Ostseeinsel Bornholm durfte fleißig geschippt werden - dort sammelten sich 138 cm an.




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