13 Jul

Vom Winde verweht …

… wird die morgige Etappe bei der Tour de France zum Mont Ventoux.

Von Nordwesten strömt derzeit höhenkalte Luft über Frankreich hinweg in Richtung Mittelmeer, die auch einen Mistral ausgelöst hat. Schon die heutige Etappe von Carcassone nach Montpellier war windig: Im Mittel wurden in dem Gebiet 20 – 40 km/h gemessen (Windstärke 4 – 6), die Böen erreichten mit 60 – 70 km/h Windstärke 8 (Sturm beginnt mit Windstärke 9 oder 75 km/h). Für morgen, Donnerstag den 14. Juli, erwartet der französische Wetterdienst im Südosten Frankreichs noch stärkeren Wind mit Böen zwischen 65 und 85 km/h. Auf dem 1912 m hohen Gipfel des Ventoux werden Böen mit bis zu 110 km/h vorhergesagt – weshalb die Etappe bereits in 1435 m Höhe am Chalet Reynard enden wird.

Gewonnen wurde die heutige Wind-Etappe natürlich auch, von Peter Sagan, der sich im Sprint gegen Chris Froome durchsetzte.

04 Dez

wdw 11.8. – 17.8.2008

wdw_cold 12.08.2008 Ein kräftiger Kaltlufteinbruch hat in Argentinien den Winter zurückgebracht. Betroffen war besonders der Norden, wo die Höchsttemperatur um mehr als 10 Grad unter der des Vortages lag. In Resistencia (400 km nördlich von Cordoba) fiel die Temperatur von 33° auf 19°C, in Salta (noch 350 km weiter nördlich) sogar von 32° auf 15°C.
wdw_rain 14.08.2008 Ein Regengebiet brachte dem nördlichen Skandinavien am 14.8. erhebliche Niederschlagsmengen. Verbreitet kam eine Tagessumme von mehr als 20 mm zusammen. In Rovaniemi (Finnland) waren es sogar 35 mm. In den Dauerregengebieten war es mit Höchsttemperaturen um 13°C auch deutlich kühler als in der Umgebung.
wdw_storm 15.08.2008 In Polen ist es am 15.9. im Frontbereich zwischen feucht-heißer Luft im Südosten und feucht-kühler Luft im Nordwesten zu schweren Unwettern gekommen. Dabei fielen 24-stündig bis zu 50 mm Niederschlag (Raciborz im Südwesten). Die Böen erreichten zwar i. A. nicht Sturmstärke, aber in der Nähe von Opole (ebenfalls im Südwesten) trat ein Tornado auf – mit einer geschätzten Stärke 3 einer der größeren Sorte.
wdw_ts 17.08.2008 Der Hurrikan ‚Hernan‘ über dem östlichen Pazifik änderte seinen Kurs wieder auf West und schwächte sich weiter ab. Am 12.8. verlor er seinen Hurrikan-Status und am 13.8. schwächte sich ‚Hernan‘ zu einem Tief ab.

Am 13.8. bildete sich 350 km südwestlich der mexikanischen Stadt Manzanillo der Tropische Sturm ‚Iselle‘. Der Sturm zog praktisch die ganze Zeit über nach Westen, änderte seine Stärke nur wenig und schwächte sich am 16.8. wieder zum Tief ab.

Unmittelbar an der Ostküste der Dominikanischen Republik entwickelte sich am 15.8. der Tropische Sturm ‚Fay‘. Er zog nach Westen über das Land, hatte am 16.8. auch Haiti mit heftigem Regen überquert und bereits den Südosten Kubas erreicht. Wieder über dem Meer zog ‚Fay‘ dann am 17.8. nach Nordwesten.

Ein Subtropischer Sturm, der den Namen ‚Vongfong‘ erhielt, entstand am 15.8. rund 450 km süd-südöstlich der japanischen Stadt Miyazaki. ‚Vongfong‘ bewegte sich zuerst nach Nordosten, später nach Ost-Nordost. Am 16.8. beschleunigte der Sturm und schwächte sich etwa 700 km östlich von Hitachi zum Tief ab.

Eine sehr kurze Lebenszeit hatte der Tropische Sturm ’13w‘, der am 17.8. ca. 900 km westlich der Marianen entstanden war. Er schwächte sich nach wenigen Stunden wieder zum Tief ab.

 

04 Dez

wdw 4.8. – 10.8.2008

wdw_storm 05.08.2008 Das Tief ‚Birgit‘ hat von Frankreich bis zum Baltikum für kräftige Niederschläge und heftige Böen gesorgt. Die Unwetterzone bewegte sich vom Abend des 3.8. bis zum 5.8. in West-Ost-Richtung. Die Niederschläge dauerten dabei zwar meist nicht lange, aber innerhalb von 6 Stunden wurden verbreitet mehr als 30 mm gemessen. Außerdem wurden an einigen Stationen Böen der Stärke 11 (z.B. Arkona), aber auch 12 gemessen, so auf dem Brocken und in Siedlce (Polen) am 4.8. und auf Bornholm einen Tag später.
wdw_cold 07.08.2008 Mit teilweise kräftigen Schauern ging in der Südhälfte Frankreichs eine Hitzewelle zu Ende. Wurden dort am 6.8. noch verbreitet Höchstwerte um 35°C erreicht, so waren es am nächsten Tag etwa 26° bis 27°C. Örtlich lag der Temperaturrückgang auch bei 10 Grad oder mehr, so in Toulouse (von 36°C auf 26°C) oder in Albi (von 38°C auf 25°C).
wdw_hot 08.08.2008 Meistens ist es direkt am Südpol, an der Station Amundsen-Scott, deutlich kälter als am Rand des Kontinents wie etwa an der Georg-von-Neumayer-Station. An Letzterer war es besonders in der zweiten Wochenhälfte mit Tiefstwerten unter -40°C allerdings sehr kalt. Am 7. und 8.8. konnte sich am Südpol aber warme Luft (nun ja, für die Gegend) aus der Höhe am Boden durchsetzen, so dass am 7.8. ein Höchstwert von -46°C und ein Tiefstwert (am 8.8.) von -49°C erreicht wurde. An der Neumayer-Station war es gerade mal 4 Grad wärmer.
wdw_ts 10.08.2008 Der Tropische Sturm ‚Edouard‘ zog weiterhin nach Westen, am Abend des 4.8. dann nach Nordwesten. Bereits in der Nacht ging er zwischen Houston und Beaumont an Land, wo ‚Edouard‘ sich am 5.8. zum Tief abschwächte.

Mehr als 1000 km südlich von Baja California entstand am 6.8. der Tropische Sturm ‚Hernan‘, der zunächst mehr oder weniger nach Westen zog. Dabei verstärkte er sich allmählich und erreichte am 8.8. Hurrikanstärke. Einen Tag später erreichte ‚Hernan‘ seine maximale Stärke 3 und änderte seinen Kurs mehr auf West-Nordwest. Erst am 10.8. begann der Hurrikan, sich deutlicher abzuschwächen.

Etwa 1300 km südöstlich von Hawaii bildete sich am 6.8. der Tropische Sturm ‚Kika‘. Dieser zog nach Westen, immer im Grenzbereich zwischen Sturm und Depression. Am 10.8. verlor ‚Kika‘ endgültig seinen Sturmstatus, nun etwa 150 km südwestlich von Hawaii.

Am 4.8. entwickelte sich etwa 500 km südöstlich von Hongkong der Tropische Sturm ‚Kammuri‘. Er zog ohne wesentliche Verstärkung zunächst nach Westen, am nächsten nach West-Nordwesten. ‚Kammuri‘ drehte am 6.8. zurück auf West und ging etwa 150 km westlich von Macao an Land.

 

04 Dez

wdw 21.7. – 27.7.2008

wdw_storm 21.07.2008 Im Zuge einer Okklusionsfront über Nordrhein-Westfalen bildeten sich am 21.7. zahlreiche Schauer und Gewitter. Dabei ist meistens nicht viel passiert, auch die Spitzenböen erreichten meist nur die Stärke 6 oder 7. In Nottuln im Münsterland bildete sich jedoch ein Tornado der Stufe F1. Er dauerte nicht lange, hinterließ aber eine 2 km lange und teilweise mehr als 20 Meter breite Schneise der Verwüstung. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
wdw_hot 23.07.2008 Erneut hat sich auf Nowaja Semlja der Sommer sehen lassen. Am 20.7. war es in Malye Karmakuly mit knapp 7°C noch ziemlich frisch, aber einen Tag später stieg die Temperatur dann auf 18,9°C. Dann setzte allerdings Föhnwind ein, wodurch es nicht nur warm, sondern auch stürmisch war. Bis zum 22.7. wehte er mit Stärke 8, in Böen wurde Stärke 10-11 erreicht. Am nettesten war es vielleicht am 23.7., als sich die Temperatur bei meist schwachem Wind zwischen 14,2°C und 17,8°C bewegte. Am Abend schien sogar die Sonne (dort ist Polartag), wenn auch zwischen Nebelschwaden.
wdw_rain 24.07.2008 In Rumänien hat es in der abgelaufenen Woche ergiebige Niederschläge gegeben, besonders zwischen dem 22. und 24. Juli. An allen drei Tagen gab es mehrfach Meldungen von 24-stündigen Summen von mehr als 30 mm. In Iasi fielen allein am 22.7. 81 mm. Auch im Bergland regnete es stark, so dass viele Bäche und Flüsse Hochwasser führten. Auf dem rund 2500 m hohen Omu fielen 126 mm an zwei Tagen, in der gesamten Woche waren es 167 mm.
wdw_thu 26.07.2008 Heftige Unwetter haben am 26.7. erneut Nordrhein-Westfalen heimgesucht. Aus mehreren Orten wurden ergiebige Niederschläge und Hagel gemeldet. Die Hagelschlossen haben dabei Taubenei-Größe erreicht. Besonders schwer wurde Dortmund getroffen. Dort sind ca. 200 mm Niederschlag gefallen, davon 150 mm in kurzer Zeit. Weite Teile der Innenstadt standen unter Wasser. An einigen Stellen befand sich nach Abzug des Wassers eine Schlammpiste anstelle einer Straße.
wdw_ts 27.07.2008 Der Hurrikan ‚Fausto‘ über dem nordöstlichen Pazifik (19.2 Grad Nord und 113.9 Grad West) behielt seinen Nordwestkurs bei, schwächte sich im Lauf des Tages aber zum Sturm ab. Am 22.7. drehte ‚Fausto‘ auf West-Nordwest, schwächte sich weiter ab und wurde am 23.7. zum Tief.

Etwa 1100 km westlich der guatemaltekischen Küste bildete sich am 21.7. der Tropische Sturm ‚Genevieve‘. Der Sturm zog zunächst rasch, ab dem 23.7. etwas langsamer nach Westen und behielt seine Stärke in etwa bei. Am 25.7. verstärkte ‚Genevieve‘ sich zum Hurrikan. Bereits einen Tag später erfolgte jedoch die Abschwächung zum Sturm und am 27.7. zum Tief.

Der Tropische Sturm ‚Bertha‘ wandelte sich am 21.7. etwa 900 km südöstlich von Grönland in ein außertropisches Tief um und wurde in die Westdrift miteinbezogen.

Der Sturm ‚Cristobal‘ vor der US-amerikanischen Ostküste (etwa an der Grenze zwischen North Carolina und Virginia) zog weiter nach Nordosten und beschleunigte seine Zuggeschwindigkeit. Am 23.7. erfolgte die Umwandlung in ein außertropisches Tief und die Einbeziehung in die Westdrift.

Der Tropische Sturm ‚Dolly‘ überquerte am 21.7. die mexikanische Halbinsel Yucatan mit Nordwest-Kurs. Diesen Kurs behielt ‚Dolly‘ im Wesentlichen auch über dem Golf von Mexiko bei und verstärkte sich am 22.7. zum Hurrikan. Einen Tag später ging ‚Dolly‘ an der Grenze zwischen Mexiko und Texas mit viel Regen im Gepäck an Land.

Am 25.7. bildete sich in der Philippinensee etwa 950 km östlich der Südspitze Taiwans der Tropische Sturm ‚Fung-wong‘. Dieser zog unter Verstärkung nach Westen und erreichte am 26.7. das Taifun-Stadium. Am nächsten Tag änderte ‚Fung-wong‘ seinen Kurs auf West-Nordwest und erreichte seine maximale Stärke 2. Am Abend hatte sich der Taifun bereits auf 90 km der taiwanesischen Küste genähert.

 

01 Dez

wdw 26.11. – 2.12.2007

wdw_rain 28.11.2007 Im Osten Kanadas hat es im Gebiet des St.-Lorenz-Golfs für die Jahreszeit recht kräftige Niederschläge gegeben, die teilweise von Gewittern begleitet waren. Es wurden mehrfach Summen von 15 – 20 mm innerhalb von 6 Stunden gemeldet, teilweise auch mehr. In Western Head auf Nova Scotia (ca. 100 km südwestlich von Halifax) waren es 29 mm.
wdw_hot 01.12.2007 Vom äußersten Südosten abgesehen ist es in der vergangenen Woche in Alaska erheblich zu warm gewesen. Im südlichen und zentralen Bereich lagen die Abweichungen bei etwa +5 Grad. Im Westen und Norden lag die Temperatur sogar 10 – 15 Grad über dem Durchschnitt, in Nome waren der 30.11. und 1.12. frostfrei.
wdw_hot 02.12.2007 In Hobart auf Tasmanien begann der meteorologische Sommer mit knapp 20°C als Höchstwert und 12°C als Tiefstwert noch recht durchschnittlich. Dann drehte der Wind jedoch auf nördliche Richtungen und es wurde heiße Luft herangeführt, in der die Temperatur am 2.12. auf 31,9°C steigen konnte.
wdw_storm 02.12.2007 Der Winter begann in Mitteleuropa recht stürmisch. An der Nord- und Ostseeküste wurden Böen der Stärke 10 – 11 registriert, auf dem Brocken gab es auch Orkanböen. Am nächsten Tag wurde es noch heftiger. In Südwestdeutschland und der Schweiz wurden selbst im Flachland Böen der Stärke 11 gemessen, dort gab es auch die meisten Schäden. In höheren Lagen allgemein traten Orkanböen auf. Der Brocken lag mit 162 km/h dabei nur auf Platz 2. Die höchste Spitzenbö wurde vom 2002 m hohen Moleson im Kanton Freiburg gemeldet: dort wurden 196 km/h registriert.
wdw_ts 27.11.2007 Der Taifun ‚Mitag‘ über der philippinischen Insel Luzon verließ die Insel am 26.11. nach einer Kursänderung auf Nord, dann auf Nordost. Dabei schwächte sich ‚Mitag‘ zum Sturm ab. Am 27.11. drehte der Sturm seinen Kurs auf Ost und schwächte sich dabei immer weiter ab, bis er noch am gleichen Abend zum Tief abgestuft wurde.