13 Nov

Regen im November

Das Tief Alexandra brachte gestern und heute in Deutschland nennenswerten bis ergiebigen Regen. Besonders im Saarland wurden Tagessummen von 20 mm und mehr verzeichnet. Das Besondere: Es kam entlang der Kaltfront auch zu Gewittern.

In Berlin waren die Niederschlagsprozesse moderater. Hier regnete es heute in der ersten Tageshälfte über Stunden leicht bis mäßig, was in der Summe auch um 10 mm brachte. Auch in „normalen“ Jahren ist stundenlanger Regen in Berlin nicht wirklich häufig, aber in diesem sehr sehr trockenen Jahr ein schönes Geschenk. Da macht der Spaziergang umso mehr Spaß.

Dieser schöne regennasse Weg befindet sich nicht in Berlin, sondern in einer anderen Großstadt. Aber wo?

Am Nachmittag zogen noch teilweise kräftige Schauer durch, die allerdings südlich und südöstlich der Stadt noch ausgeprägter waren. Dort kam es ebenfalls zu Gewittern. Innerhalb von kurzer Zeit fielen gebietsweise mehr als 10 mm.


28 Jul

Das Tief des Jahres heißt – Gislinde

Auch wenn es schon zwei Wochen her ist – Gislinde war super. Denn dieses Tief hat im Berliner Gebiet um die 50 l/m² abgeworfen – und zwar über drei Tage verteilt, meistens regnete es einfach vor sich hin.

Sprudelgully am 12.7.18Sprudelgully am 12.7.18

Am Mittwoch, den 11.7., gab es zum Auftakt allerdings Gewitter, womit der eine oder ander Gully überfordert war. Die seit Monaten anhaltende Trockenheit wurde damit deutlich gemildert. Zumindest hier, andere Teile Mitteleuropas haben nichts oder deutlich weniger abgekriegt.

Leider hatte Gislinde nur noch Halina im Schlepptau, die hauptsächlich in Polen Niederschlag gebracht hat.

Nicht Berlin, sondern ein bisschen westlich: ausgedörrter Deich am Gülper See, Brandenburg

Nicht Berlin, sondern westlich davon: ausgedörrter Deich am Gülper See

Mittlerweile ist es in Berlin wieder knastertrocken und mittlerweile auch heiß. Heute, am 28.7.18, näherte sich allerdings eine langgestreckte Konvergenzzone (welche einem Frontensystem eines Tiefs mit Zentrum über der Nordsee vorgelagert war) und brachte zahlreiche Gewitter mit sich. Ok, ich war erst ein bisschen sauer, weil es lange Zeit nur windig war und es dann auch noch nur geblitzt und gedonnert hat, bevor endlich der Regen einsetzte.

11 Jul

wdw 22.12. – 28.12.2008

24.12.2008 Auch das östliche Mittelmeergebiet hat wieder ergiebigen Niederschlag abbekommen. Zunächst meldete das griechische Souda am 23.12. um 00 Uhr UTC 73 mm (24 Stunden). Jeweils 6 Stunden später kamen dann aus der Türkei und aus Zypern Meldungen von etwa 50 mm. Am 24.12., 00 Uhr UTC, wurde dann im syrischen Lattakia eine 24-stündige Summe von sogar 102 mm registriert. Auch in Israel kam noch einges an: So wurden um 12 UTC des gleichen Tages aus dem Großraum Tel Aviv 24-stündige Regenmengen von 70 mm gemeldet.
24.12.2008 Wirklich gemütlich war Heiligabend an der antarktischen Georg-von-Neumayer-Station mit Schnee, Schneefegen und Schneetreiben im Wechsel nicht. Aber dafür kletterte die Temperatur in diesem Sommer das erste Mal über die null-Grad-Schwelle. Als Höchstwert wurden +0,1°C registriert.
27.12.2008 In den östlichen Pyrenäen und dem vorgelagerten Küstengebiet hat es am 26. und 27.12 schwere Unwetter gegeben. Im spanischen Gerona fiel jeweils eine 24-stündige Niederschlagsmenge von 39 und 7 mm. In Perpignan in Frankreich waren es 98 und 80 mm. In der Grenzstadt Cerbere brach ein Damm, wodurch es zu schweren Überschwemmungen kam.
28.12.2008 In Mosambik ist zwar Regenzeit, aber selbst dafür sind dort ganz erhebliche Regenmengen gefallen. In Inhambane (Küstenstadt im Süden des Landes) fielen am 26.12. allein am Vormittag 223 mm. Zwischen dem 25. und 28.12. kamen insgesamt 575 mm zusammen, das ist mehr als das Vierfache des mittleren Dezemberniederschlags.
wdw_ts 28.12.2008 Dem Tropischen Sturm ‚Billy‘, der in der Nacht zum 22.12. die Westküste (etwa am Camden-Sound) Nordwest-Australiens erreicht hatte, fiel der Abschied offenbar schwer. Statt auf das offene Meer zog ‚Billy‘ unter leichter Verstärkung die Küste entlang nach Südwesten. Erst am 23.12. änderte er seinen Kurs auf West (südlich der Carnot-Bay). Am nächsten Tag verstärkte ‚Billy‘ sich zum Zyklon und erreichte Stärke 3. Am 25.12. zog er dann mehr nach Nordwesten und schwächte sich langsam ab, bis er am 27.12. zum Sturm und am 28.12. dann zum Tief wurde.

 

11 Jul

wdw 08.12. – 14.12.2008

11.12.2008 In Jakutien im Osten Sibiriens ist es selbst für die dortigen Verhältnisse kalt. Am Montag wurde die -50°-Marke noch nicht unterschritten. Es wurde dann jedoch immer kälter, bis am 11.12. verbreitet weniger als -50°C gemessen wurden. In Ojmjakon sank die Temperatur sowohl am 10. als auch am 11.12. auf -57°C. Einige Stationen blieben auch mit ihren Höchstwerten in diesem Bereich (viel Tag ist dort zur Zeit übrigens nicht): In Ojmjakon stieg die Temperatur am 10.12. nur bis -54°C und in Tompo einen Tag später auf -52°C.
14.12.2008 Während es im zentralen Mittelmeergebiet heftig regnete (s.u.), fiel südlich des Alpenhauptkamms viel Schnee. Gebietsweise auch sehr viel Schnee. Neuschneemengen von mehr als 20 cm (teilweise in kurzer Zeit gefallen) wurden recht verbreitet angetroffen, es gab aber auch deutlich mehr. Am 10.12. lagen in Lienz 34 cm Schnee, am nächsten Tag waren es 75 cm. In Tarvisio erhöhte sich die Schneedecke von 28 cm am 10.12. bis zum nächsten Tag auf 102 cm. Am 12.12. wurden dort 132 cm gemessen. Dabei kam es auch zu starken Verwehungen wie z.B. in Lienz. Auch am Wochenende schneite es in den Alpen weiter, so dass in der Schweiz einige Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten wurden.
14.12.2008 Sehr ergiebig fallen zur Zeit die Winterniederschläge im zentralen Mittelmeergebiet aus. Besonders betroffen ist Italien. Dort gab es die ganze Woche über Meldungen über 24-stündige Niederschlagsmengen von mehr als 50 mm, so z.B. aus Genua (56 mm am 9.12.), Enna (Sizilien, 108 mm am 11.12.) oder Monte Scuro (Kalabrien, 60 mm am 12.12. und 56 mm am 13.12.). Im Einzugsgebiet des Tibers muss es ebenfalls heftig geregnet haben: Das Hochwasser am Wochenende in Rom war laut Medienberichten das schlimmste Hochwasser seit 40 Jahren.
14.12.2008 Auch in der Südhälfte Frankreichs hat es am 14.12. kräftige Niederschläge gegeben. In Nizza fielen an diesem Tag 46 mm, in Marseille waren es 50 mm und in Montelimar sogar 102 mm. In höheren Lagen schneite es und im Zentralmassiv mussten ganz erhebliche Schneemengen (etwa 50 cm) weggeschaufelt werden.
wdw_ts 14.12.2008 Am 11.12. entwickelte sich 300 km westlich der Marianen-Insel Guam der Tropische Sturm ‚Twentyseven‘. Dieser zog rasch nach Westen und wurde am 13.12. nicht mehr als Sturm geführt.
Dafür entwickelte sich ganz in der Nähe von ‚Twentyseven‘ am 12.12. rund 500 km westlich von Guam der Tropische Sturm ‚Dolphin‘, bei dem es sich möglicherweise schlicht um den umbenannten ‚Twentyseven‘ handelt. ‚Dolphin‘ zog jedenfalls rasch nach Westen und verstärkte sich dabei leicht. In etwa 700 km Entfernung von den Philippinen änderte ‚Dolphin‘ am 14.12. seinen Kurs auf Nord-Nordwest.

 

11 Jul

wdw 24.11. – 30.11.2008

26.11.2008 Ein überdurchschnittlich nasser November nähert sich in Neu-Kaledonien (östlich von Australien) seinem Ende. Allein in dieser Woche fielen 60 – 90% des Durchschnitts. Dabei gab es mehrfach Meldungen von rund 30 mm innerhalb von 6 Stunden. In Poindimie (etwa zentral an der Ostküste der Hauptinsel) fielen 41 mm am 25.11. und einen Tag später dann 81 mm – jeweils innerhalb von 6 Stunden.
26.11.2008 Ein für dortige Verhältnisse schon fast lauschiger Frühlingstag konnte am 26.11. an der antarktischen Georg-von-Neumayer-Station verbucht werden. Dort ist Polartag und das bedeutete an dem Tag fast 24 Stunden Sonnenschein. Die Temperatur konnte mittags auf -4°C ansteigen. Zudem schlief der Wind fast völlig ein, so dass die Sonne, die etwas höher als 40 Grad am Himmel steigen kann (das wäre in Berlin etwa die Mittagshöhe für Ende März), auch wärmen konnte.
30.11.2008 Auch in Argentinien war es zumindest in dem Gebiet Buenos Aires und westlich bis zu den Anden ein überdurchschnittlich nasser November. Allein in dieser Woche gab es beträchtliche Niederschlagsmengen mit 50 – 100 mm innerhalb von 24 Stunden. Der Wochenniederschlag entsprach dabei an einigen Stellen mehr oder weniger dem Monatsdurchschnitt (1961-90), so in Rio Cuarte oder Laboulaye (beide in Andennähe). Mit 105 mm am 30.11. brauchte Aeroparque (Flughafen in der Nähe von Buenos Aires) dafür nur einen einzigen Tag.
wdw_ts 27.11.2008 Unmittelbar an der Nordspitze Sri Lankas entwickelte sich am 25.11. der Tropische Sturm ‚Nisha‘. Der Sturm zog langsam nach Nord-Nordwesten und damit dicht an der indischen Küste entlang. Am 27.11. ging ‚Nisha‘ dann bei Cuddalore an Land und schwächte sich bis zum nächsten Tag zu einem Tief ab. Die Niederschläge im Bereich des Sturms waren beträchtlich und Jaffna im Norden Sri Lankas meldete eine 24-stündige Menge von 372 mm.