20 Okt

wdw 25.6. – 1.7.2007

wdw_hot 26.06.2007 Die Hitzewelle, die ein Gebiet zwischen Tunesien, Italien und der Türkei erfasste, hat Anfang der Woche ihren Höhepunkt erreicht. Die meisten Stationen erreichten die höchste Temperatur am 26.6., wobei die Werte meist im  Extrembereich lagen. Nicht eben selten wurden Werte zwischen 40°C und 45°C gemessen, in Amendola in der Südhälfte Italiens waren es sogar 47°C. Bezogen auf die Periode 1961-1990 haben eine Reihe von Stationen die absolute Höchsttemperatur für Juni überschritten. Bei einigen Stationen sind in diesem Jahr möglicherweise die höchsten Juniwerte seit Beginn der Aufzeichnungen registriert worden (z.B. in Antalya oder in Burgas).
wdw_storm 27.06.2007 Diesmal hatte das allwöchentliche Unwetter in Mittel- und diesmal auch Westeuropa einen etwas anderen Charakter. Es wurde nämlich von einem klassischen Sturmtief namens ‚Uriah‘  verursacht, das für die Jahreszeit ziemlich kräftig war. Am 25.6. lag sein Zentrum über Südengland, die ergiebigsten Niederschläge bis zu 73 mm wurden etwas nördlich davon registriert. In Sheffield bzw. im Einzugsbereich seiner Flüsse könnte noch mehr gefallen sein, die Stadt war jedenfalls überschwemmt. Mehrere Orte meldeten Sturmböen. Die gab es an den beiden Folgetagen über Mitteleuropa sogar ziemlich verbreitet. Vereinzelt wurden an den Küsten und auf den Bergen sogar Orkanböen gemessen. Spitzenreiter mit 137 km/h war der Brocken. Der Niederschlag konzentrierte sich am 26. und 27.6 auf einen breiten Streifen zwischen Dänemark und dem Baltikum. In diesem fielen verbreitet mehr als 20 mm Regen am Tag – teilweise (wie in Kopenhagen) an beiden Tagen.
wdw_snow 27.06.2007 Zur gleichen Zeit wie Mitteleuropa wurde auch Südafrika von einem kräftigen Sturmtief überquert, dort passt es allerdings besser zur Jahreszeit. Neben Sturm und ergiebigen Regenfällen gab es auch Schneefall – zum Teil bis ins Tiefland hinab. In Johannesburg (1668 m) bildete sich zum ersten Mal seit 1981 wieder eine richtige Schneedecke, die mit ca. 10 cm auch in etwa die gleiche Höhe erreichte und zumindest Teile der Bevölkerung zu nächtlichem Schneemannbau veranlasste – der Schnee war auch schnell wieder verschwunden.
wdw_hot 30.06.2007 Sehr warm ist es auch in Malye Karmakuly (auf der Südinsel von Novaja Semlja) geworden. An den letzten drei Tagen stieg die Temperatur auf Werte über 15°C, am 29.6. wurde ein Höchstwert von 17,1°C erreicht. Für den Monat Juni liegt der absolute Höchstwert bei 22°C.
wdw_ts 29.06.2007 Der Tropische Sturm ’03b‘, der am 22.6. bei Ongole (Ostindien) an Land gegangen war, hat es geschafft, den Subkontinent zu überqueren. Am 25.6. tauchte ’03b‘ an der indisch-pakistanischen Grenze wieder auf. Der Sturm, der mittlerweile den Namen ‚Yemyin‘ bekommen hat, zog unter Verstärkung die pakistanische Küste entlang, erreichte aber nicht das Zyklonstadium. Am 26.6. ging ‚Yemyin‘ bei Ormara an Land und schwächte sich ab. Der Sturm hat mit heftigen Niederschlägen für schwere Überschwemmungen gesorgt.
Am 28.6. bildete sich vor der indischen Ostküste nur 200 km von der Stadt Puri entfernt der nächste Tropische Sturm. Er erhielt die Bezeichnung ’04b‘ und zog unter leichter Verstärkung nach Norden. Noch am gleichen Tag ging ’04b‘ bei Puri an Land. Er schwächte sich zwar rasch ab, hatte aber sehr viel Wasser in Gepäck, so dass es bis nach Mumbai zu großflächigen Überschwemmungen kam.
13 Okt

wdw 2.4. – 8.4.2007

wdw_rain 02.04.2007 Für die Jahreszeit ungewöhnlich heftiger Regen ist im östlichen Mexiko gefallen. In Soto La Marina (ca. 150 km nördlich von Tampico) fielen innerhalb von 12 Stunden 102 mm. Damit wurde der mittlere Gesamtniederschlag für April in der Gegend um etwa das Zehnfache übertroffen.
wdw_cold 03.04.2007 Nur wenige Tage, nachdem es in Malye Karmakuly (Novaja Semlja) ungewöhnlich warm gewesen war, ist es jetzt kurzzeitig recht kalt geworden. Bei geringer Bewölkung und schwachem Wind aus Südost konnte die Temperatur bis auf -19,4°C zurückgehen.
wdw_rain 06.04.2007 Auch auf den Malediven hat es für die Jahreszeit ungewöhnlich heftig geregnet. Sowohl Kanimaadhoo im Norden als auch Gan im Süden meldeten rund 220 mm in 24 Stunden. Damit dürfte auch dort der Durchschnittswert für den gesamten April bereits deutlich übertroffen worden sein.
wdw_snow 08.04.2007 In Mittel- und Osteuropa hat es einen Winterrückfall gegeben. Am 3.4. setzte sich von Norden her kalte Luft durch, in der die Mittagstemperatur im Norden Deutschlands um 10 Grad unter dem Wert des Vortags lag. In der darauffolgenden Nacht gab es in Norddeutschland verbreitet Nachtfrost, teilweise den ersten seit Ende Februar. Die kalte Luft breitete sich weiter nach Süden aus und im Voralpenland setzte Schneefall ein, der eine Schneedecke von 2 bis 3 cm lieferte. Gegen Ende der Woche kam es dann in einem Streifen, der von Kaliningrad über Nordostpolen und Litauen hinweg nach Westrussland reichte, zu zahlreichen Schneeschauern. Auch dort bildete sich eine Schneedecke, die in Smolensk eine Höhe von immerhin 9 cm erreichte.
wdw_ts 06.04.2007 Der Tropische Sturm ‚Kong-rey‘ behielt seinen Nordwestkurs zunächst bei, verstärkte sich am 2.4. zum Taifun und querte am gleichen Tag die Marianen-Inseln (etwa in der Mitte). Einen Tag später erreichte er seine maximale Stärke (2) und drehte nach Norden ab. ‚Kong-rey‘ schwächte sich kontinuierlich ab, beschleunigte aber sein Zugtempo. Am 4.4. änderte er seinen Kurs auf Nordost, traf nochmal die Marianen (diesmal den Norden) und wurde noch am gleichen Tag nur noch als Sturm geführt. Am 5.4. hatte ‚Kong-rey‘ sich schließlich zu einem Tief abgeschwächt.
Der Zyklon ‚Jaya‘  östlich von Madagaskar zog weiterhin westwärts geradewegs auf die Insel zu. Nach zwischenzeitlicher Abschwächung verstärkte er sich erneut und erreichte am 3.4. den Norden der Insel als Zyklon der Stärke 3 (fast 4). ‚Jaya‘ überquerte Madagaskar zwar noch, verlor dabei aber rapide an Stärke und wurde schon am 4.4. nur noch als Tief geführt.
Am 4.4. bildete sich zwischen den Fiji-Inseln der Tropische Sturm ‚Cliff‘, der unter leichter Verstärkung recht schnell zunächst nach Südsüdosten, später dann Südosten zog. ‚Cliff‘ entwickelte sich nicht wesentlich weiter und wurde bereits am 6.4. nur noch als Tief geführt.
12 Okt

wdw 29.1. – 4.2.2007

wdw_storm 30.01.2007 Russland bekam es gleich mit zwei Sturmtiefs zu tun. Das Tief ‚Niklas‘, das längere Zeit bei Spitzbergen verharrte, ist Anfang der Woche nach Nordrussland gezogen. Es brachte Orkan mit: An seiner nördlichen Flanke registrierten mehrere Stationen einen mittleren Wind der Stärke 9. Malye Karmakuly (Novaja Semlja) meldete um 7:00 MEZ Orkanböen von 140 km/h (Stärke 12) und Schneefegen bei -20°C. Das Tief ‚Olli‘ hingegen  war von der Ostsee zum Schwarzen Meer gezogen. In seinem Bereich gab es zwar ’nur‘ Böen der Stärke 10, dafür fielen in kurzer Zeit aber bis zu 20 cm Neuschnee.
wdw_hot 31.01.2007 Zwischen einem Hoch, das sich unter Verstärkung von Osten her mit seinem Zentrum ins östliche Alaska verlagerte, und einem Tief bei den Aleuten wurde sehr milde Luft ins westliche und zentrale Alaska gelenkt. In Nome wurde am 31.1. ein Maximum von 5,6°C gemeldet – nur wenige Zehntel unter dem absoluten Höchstwert für Januar. Innerhalb von 2 Tagen verringerte sich dabei die Schneedecke von 117 auf 94 cm.
wdw_rain 02.02.2007 Die Regenzeit kam (insbesondere in Australien) nur langsam in Gang, seit Mitte Januar regnet es zumindest in Queensland jetzt aber ergiebig. Auch in dieser Woche meldeten mehrere Stationen an der Küste Tagessummen von mehr als 200 mm. In Proserpine hatte fast 300 mm geregnet (1.2.), am gleichen Tag meldete Ingham 228 mm (am Vortag waren es bereits 141 mm). Auch in Indonesien regnete es vergleichbar heftig. In der Hauptstadt Jakarta meldeten am 2.2. mehrere Stationen 24-stündige Regenmengen um 165 mm, das Observatorium meldete sogar 235 mm. An drei Tagen kamen dort 370 mm zusammen. In der Stadt ist es zu sehr starken Überschwemmungen gekommen.
wdw_storm 02.02.2007 Bei der Passage einer Kaltfront geb es im US-Bundesstaat Florida schwere Gewitter, in die auch Tornados eingelagert waren. Dabei wurden Windgeschwindigkeiten bis zu 220 km/h gemessen. Hauptsächlich betroffen war das Gebiet um Orlando.
wdw_ts 04.02.2007 Der Tropische Sturm ‚Dora‘, der sich bereits am 28.1. östlich des Maskarenen-Rückens gebildet hatte, zog unter Verstärkung nach Süd bis Südwest. Am 30.1. änderte ‚Dora‘ ihren Kurs auf Südost und erreichte am gleichen Tag das Zyklon-Stadium. ‚Dora‘ verstärkte sich bis zum 3.2. weiter. An diesem Tag erreichte der Zyklon seine maximale Stärke (4). Unter Abschwächung zog ‚Dora‘ schließlich nach Westen und streifte die zu Mauritius gehörende Insel Rodrigues.
06 Sep

wdw 7.4. – 13.4.2008

wdw_snow 08.04.2008 Ein kräftiges Tief brachte am 7. und 8.4. dem westlichen Polen und dem nordöstlichen Deutschland ergiebige Niederschläge von mehr als 20 mm innerhalb von 24 Stunden. In Piła waren es knapp 40 und in Resko gut 40 mm. Auch Schnee war mit bei, der sogar liegen blieb. Am Morgen des 8.4. wurden in Gorzow 4 cm und in Greifswald 9 cm gemessen – auf Usedom waren es 20 cm.
wdw_rain 10.04.2008 In der ersten Wochenhälfte gab es von den Azoren bis nach Spanien kräftigen Regen. In Ponta Delgada (Azoren) fiel am 8.4. eine Tagessumme von 50 mm, in Funchal (Madeira) waren es 112 mm. In Viseu im Norden Portugals gab es an 4 Tagen nacheinander jeweils Mengen um 40 mm. Jerez de la Frontera im Süden Spaniens meldete für den 8.4. eine Regenmenge von 123 mm – davon fielen 117 in nur 6 Stunden. Am nächsten Tag kamen 87 mm hinzu, so dass dort in 48 Stunden 210 mm gefallen sind. In Portugal blieb es nicht beim Regen: Amiais de Baixo (80 km nördlich von Lissabon) meldete einen Tornado.
wdw_cold 10.04.2008 In Malye Karmakuly (Südinsel Novaja Semlja) war die abgelaufene Woche eine der kältesten dieses Winterhalbjahres. Bereits am 7.4. sank die Temperatur auf -21,3°C. Am 9.4. wurde ein Höchstwert von nur -12,8°C erreicht, in der klaren und windschwachen Nacht konnte die Temperatur dann bis -23,9°C zurückgehen.
wdw_rain 11.04.2008 In Bayern ging der mit etwa 19°C angenehm warme Tag mit heftigen Gewittern zu Ende. In Franken hielten sich einige Gewitterzellen auch über mehrere Stunden. Innerhalb von 6 Stunden fielen zwischen 10 und 15 mm Niederschlag. Im ehemaligen Frankenstadion in Nürnberg stand leider kein Messgerät – dort begann pünktlich mit dem Anpfiff zur Bundesliga-Partie gegen Wolfsburg ein Wolkenbruch. Der Unterschied zur Wasserschlacht von Frankfurt bei der WM 1974 war, dass der Schiedsrichter das Spiel nach der ersten Halbzeit wegen eines solchen Wetters abgebrochen hat – in der Bundesliga ein bislang einmaliger Vorgang.

 

06 Sep

wdw 24.3. – 30.3.2008

wdw_snow 24.03.2008 Das Tief ‚Johanna‘ ist bei Novaja Semlja angekommen. Am 10.3. hatte ‚Johanna‘ Westeuropa mit Orkanböen heimgesucht, eine Woche später zog das Tief über die Ostsee nach Russland. Im Norden von Novaja Semlja sorgte ‚Johanna‘  dann für Schnee. Von der Nordinsel selbst liegt keine Meldung vor, aber ein Schiff ca. 70 km nordwestlich der Stadt Russkaja Gawan meldete bei nahezu Windstille und -9,7°C Starkschneefall.
wdw_hot 24.03.2008 Eine erste Wärme- bzw. Hitzewelle im südöstlichen Mittelmeergebiet hat am 24.3. ihren Höhepunkt erreicht. Von Bulgarien bis Zypern stieg die Temperatur verbreitet auf Werte um 25°C. Von der südöstlichen Türkei aus weiter nach Süden wurde die 30°C-Schwelle allgemein überschritten. Besonders hohe Werte wurden aus Ägypten gemeldet: Kairo hatte eine Höchsttemperatur von 39°C und El Arish (Küste Sinai-Halbinsel) meldete 40,2°C. Beide Werte liegen deutlich über den absoluten Höchstwerten der Jahre 1961 – 1990.
wdw_snow 26.03.2008 Das Winterwetter über Europa (ausgenommen der Südosten) hielt auch am Ostermontag (24.3.) noch an. In Mitteleuropa kam es verbreitet noch zu Schneefall, wobei sich auch im Flachland eine Schneedecke bildete (bzw. erhöhte). Das Radrennen ‚Rund um Köln‘ musste schlicht abgesagt werden. Am 26.3. wurde dann in Nord- und Osteuropa, aber auch in weiten Teilen Mitteleuropas eine zumindest dünne Schneedecke angetroffen. Ein U20-Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz in Pfullendorf (Bayern) wurde ebenfalls abgesagt.
wdw_ts 29.03.2008 Am 24.3. entwickelte sich ca. 700 km südwestlich der indonesischen Insel Java der Tropische Sturm ‚Pancho‘. Der Sturm zog langsam nach Südsüdost und verstärkte sich allmählich, bis er am 26.3. zum Zyklon wurde. Anschließend zog ‚Pancho‘ unter weiterer Verstärkung und auch deutlich schneller nach Südosten. Am nächsten Tag erreichte er seine maximale Stärke 3 und änderte seinen Kurs nach Südosten, auf Australien zu. ‚Pancho‘ verlor seinen Zyklonstatus am 28.3. und steuerte nun nach Osten. Am 29.3. schwächte sich ‚Pancho‘ ca. 200 km von Shark Bay entfernt (zentrale westaustralische Küste) zum Tief ab.