20 Nov

wdw 27.2. – 5.3.2006

wdw_rain 28.02.2006 In Kalifornien ist es besonders im Norden in den letzten Tagen zu heftigen Regenfällen gekommen. Dabei wurden 24-stündige Werte von 40 – 50 mm gemessen, an einigen Stellen soll erheblich mehr gefallen sein. Bei verschiedenen Flüssen wurde ein sehr hoher Wasserstand beobachtet, sie blieben aber weitgehend im Bett.
wdw_norain 28.02.2006 Auf der Südinsel Neuseelands fallen seit einigen Monaten zu wenig Niederschläge. In Christchurch an der Ostküste z.B. wurde seit November nur die Hälfte des üblichen Sommerregens gemessen. Einige Wasserreservoire melden einen Rekordtiefststand. Bislang gibt es aber noch keine Engpässe bei der Wasserversorgung.
wdw_snow 05.03.2006 Nachdem in Süddeutschland am 3.3. die Temperaturen noch Werte zwischen 5° und 10°C erreicht hatten, gingen sie dann zurück und der Niederschlag ging in Schnee über. Bis zum 5.3. gab es einen erheblichen Schneezuwachs, der teilweise bei mehr als einem halben Meter lag. Da der Schnee recht nass war, war er auch sehr schwer und so einige Bäume konnten der Last nicht standhalten. Auch in der Schweiz lagen die Neuschneemengen teilweise bei 50 cm.
wdw_cold 05.03.2006 Im Norden Deutschlands wurde es kalt. Über frisch gefallenenem Schnee sank die Temperatur bereits am Morgen des 5.3. auf Werte zwischen -10° und -15°C. Am Tage kam es bei etwa -1°C erneut zu Schneeschauern, am Abend klarte es auf. Nach Sonnenuntergang sank die Temperatur bei schwachem Wind schnell auf -15° bis -17°C. In Dörnick und Itzehoe wurden im weiteren Nachtverlauf sogar -20° bzw. -21°C erreicht.
wdw_ts 05.03.2006 Vor der nordwest-australischen Küste tauchte am 27.2. der Tropische Sturm ‚Emma‘ auf. Am 28.2. ging ‚Emma‘ an Land und verursachte Niederschläge, die Mengen von 100 bis 200 mm brachten.
Am 4.3. bildete sich bei Palau östlich der Philippinen der Tropische Sturm ’01w‘. Ohne klaren Kurs dümpelt er ein wenig und schwächte sich am 5.3. zum Tief ab.
Ebenfalls am 4.3., jedoch östlich von Madagaskar, bildete sich der Tropische Sturm ‚Diwa‘. Er verstärkte sich bei mehr oder weniger Südkurs noch, blieb aber ein Sturm.
Die Tropische Zyklone ‚Carina‘ behielt ihren südwestlichen bis südlichen Kurs etwa bei und erreichte am 28.2. den Höhepunkt ihrer Entwicklung. Bereits am 1.3. begann sich ‚Carina‘ stark abzuschwächen und löste sich zwei Tage später auf.

 

19 Nov

wdw 26.12.2005 – 1.1.2006

wdw_snow 29.12.2005 Das Tief ‚Georg‘ hatte eine gewisse Vorarbeit geleistet, dann kam ‚Holger‘ dazu: Seit den Weihnachtsfeiertagen schneite es immer wieder in Mitteleuropa und es entstanden verbreitet schöne Schneelandschaften. Am 29.12. lag das erste Mal in diesem Winter in ganz Deutschland eine geschlossene Schneedecke. ‚Holger‘ hatte zunächst für viel Regen in Italien und auf der Balkanhalbinsel gesorgt.
wdw_hot 30.12.2005 An der Station Georg von Neumayer in der Antarktis wurde das erste Mal in diesem Sommerhalbjahr die Null-Grad-Schwelle überschritten. Bereits am 26.12. stieg die Temperatur bis fast 0°C, am 30.12. wurden 1.8°C gemessen. Seit 24 Jahren liegen Werte für den Dezember vor. Der Rekord für diesen Monat beträgt 3,6°C, in ca. einem Drittel der Jahre wurden mindestens 2°C erreicht, in einem weiteren Drittel blieb die Temperatur unter dem Gefrierpunkt.
wdw_rain 01.01.2006 Der Jahreszeit entsprechend wurden in dieser Woche aus Nord-Australien von verschiedenen Stationen Niederschläge mit 24-stündigen Regenmengen von 60 – 70 mm gemeldet, aus Tindal Raaf auch 126 mm.
Auch in Kalifornien regnet es zur Zeit. Das soll im Winter dort zwar so sein, aber in der Mitte und im Norden fiel innerhalb einer Woche soviel Regen wie normalerweise im gesamten Dezember. Auch vorher war es nicht trocken, so dass es bereits zu Überschwemmungen gekommen ist.
wdw_hot 01.01.2006 Ebenfalls der Jahreszeit entsprechend ist es im südlichen Australien heiß. In Sydney wurde dabei mit  45°C eine der höchsten dort gemessenen Temperaturen erreicht.
wdw_ts 01.01.2006 Am Ende des Jahres (30.12.2005) bildete sich mitten auf dem Atlantik der Tropische Sturm ‚Zeta‘. Bis zum 1.1.06 bewegte er sich nicht großartig von der Stelle. Ende Dezember treten Tropische Stürme nur selten auf, im Jahr 1954 gab es zur gleichen Zeit den Sturm ‚Alice‘.

 

04 Nov

wdw 29.5. – 4.6.2006

wdw_hot 31.05.2006 Auch an den nordsibirischen Küsten geht der Winter seinem Ende entgegen. Die Küste ist zwar noch eisbedeckt, aber in Tiksi an der Lena-Mündung steigen die Temperaturen schon länger über den Gefrierpunkt, am 29.5. wurden fast 12° erreicht. In dieser Woche stieg auch auf der vorgelagerten Insel Kotelnyi die Temperatur auf positive Werte. Selbiges ist auch am letzten Tag des Meteorologischen Frühlings (31.5.) in Dikson an der Jenissej-Mündung passiert, wo immerhin 2,5°C gemessen wurden.
wdw_cold 02.06.2006 Ein letzter Wintergruß erreichte Europa in der abgelaufenen Woche. Am 1.6. gab es im zentralen und südlichen Deutschland bei Dauerregen nur Höchstwerte von 10° bis 12°C, an einigen Stationen wurden nicht einmal 10°C erreicht. Im Osten und Südosten klarte es dafür in der Nacht auf und am Morgen des 2.6. lagen die Temperaturen dicht am Gefrierpunkt, im südlichen Brandenburg gab es sogar Frost. Die kalte Luft floss bis nach Südeuropa, in Rom wurden am 2.6. nur knapp 19°C (als Höchstwert) gemessen.
wdw_snow 04.06.2006 Während es im Flachland regnete, gab es in höheren Lagen Schnee. Betroffen waren hauptsächlich die südlichen Mittelgebirge, aber auch der Brocken hatte am 1.6. ein Mützchen. An diesem Tag wurden meist die höchsten Schneedecken gemessen, Spitzenreiter war der Feldberg im Schwarzwald mit 25 cm. Der Wendelstein stand ihm mit 21 cm aber kaum nach, dort hielt sich der Schnee auch noch bis zum Wochenende. In den Alpen kam es die Woche über zu Dauerschneefall und auf der Zugspitze erhöhte sich die Schneedecke innerhalb von 8 Tagen von 285 cm auf 375 cm.
wdw_hot 04.06.2006 In Arizona und im angrenzenden Kalifornien ist es sehr heiß geworden. Viele Stationen melden Höchstwerte von mehr als 40°C. Beispielsweise stieg in der Grenzstadt Needles die Temperatur von 34°C am 29.5. auf 46°C am Wochenende. An dieser Station ist es mit 7 – 10% relativer Luftfeuchtigkeit auch sehr trocken.
wdw_ts 30.05.2006 Der Tropische Sturm ‚Aletta‘ dicht an der südwestlichen Küste von Mexiko schwächte sich am 29.5. schon wieder ab und schlug einen Westkurs ein. Bereits einen Tag später wurde ‚Aletta‘ zum Tief herabgestuft.

 

25 Okt

wdw 24.7. – 30.7.2006

wdw_hot 24.07.2006 Sehr große Hitze wurde Anfang dieser Woche auch aus dem Südwesten der USA (hauptsächlich Kalifornien und Arizona) vermeldet. Die Temperatur stieg großräumig über 40°C, auch Werte um 45°C waren keine Seltenheit. In Needles an der Grenze der genannten Bundesstaaten wurde am 24.7. eine Höchsttemperatur von 48°C gemessen. In den betroffenen Gebieten sank die Temperatur nachts nicht einmal bis auf 30°C.
wdw_hot 28.07.2006 Warme Nächte sind auch in Mittel- und Westeuropa aufgetreten – und zwar nicht nur im Inneren der Großstädte. Die Tiefstwerte lagen zwischen Niederrhein und Ostspanien allgemein zwischen 20° und 25°. War es Anfang der Woche in Nord- und Ostdeutschland noch kühler, so ging die Temperatur am 28.7. auch in kleineren Orten (z.B. Waren/Müritz) nur bis auf 23°C zurück.
wdw_cold 30.07.2006 In Russland wurde in der abgelaufenen Woche kalte Luft ziemlich weit nach Süden geführt. So meldete Moskau am 28.7. nur 14°C als Höchstwert. In Wolgograd wurden am 27.7. noch 31°C gemessen, zwei Tage später meldete die gleiche Station einen Tiefstwert von gerade einmal 7,9°C. Frost trat aber nur am 30.7. in Salla in Finnland auf.
wdw_thu 30.07.2006 Bereits am 27.7. soll es in Hannover nach Gewittern zu Überschwemmungen gekommen sein, aus Niedersachsen kamen auch Meldungen über Blitzeinschläge. Am gleichen Tag meldeten die Wasserkuppe 42 mm und der Brocken 36 mm innerhalb von 12 Stunden. Am 30.7. wurde die Hitze in Mitteleuropa zumindest vorerst mit Blitz und Donner beendet. Dabei fielen bei Lüttich 49 mm /12 Std., etwas später wurden dann aus Cuxhaven 29 mm und aus Bremerhaven 23 mm gemeldet. Ähnlich viel Regen ist in den Niederlanden gefallen. In Hamburg soll es Überschwemmungen gegeben haben, ebenso wie im belgischen Turnhout.
wdw_ts 27.07.2006 Der Hurrikan ‚Daniel‘ änderte seinen Kurs wieder auf West und schwächte sich ab. Am 25.7. war ‚Daniel‘  bereits ein Tropischer Sturm, einen Tag später nur noch ein Tief.  Auch der Tropische Sturm ‚Emilia‘ änderte erneut seinen Kurs, diesmal auf Nordnordwest. Am 26.7. kam ‚Emilia‘ dabei der Küste von Baja California (Mexiko) sehr nahe, zog dann aufs offene Meer. Einen Tag später hatte sich ‚Emilia‘ zu einem Tief abgeschwächt.
Der Taifun ‚Kaemi‘ verstärkte sich wieder ein wenig, bevor er am 24.7. Taiwan rasch überquerte. ‚Kaemi‘ verlor dabei wieder an Stärke, erreichte China aber noch als Taifun. Auf dem Festland schwächte ‚Kaemi‘ sich am 25.7. dann rasch ab.
12 Okt

wdw 15.1. – 21.1.2007

wdw_hot 16.01.2007 Im Südosten Australiens inklusive Tasmanien ist es zur Zeit überdurchschnittlich warm. Das bedeutet für den Leuchtturm Gabo Island (etwa 400 km südlich von Sydney) eine Höchsttemperatur von etwa 23°C und für Horsham (knapp 300 km nordwestlich von Melbourne) ein Maximum von 42°C. Kurios war das Wetter in Launceston (Tasmanien): Morgens wurde mit 10,1°C die tiefste und nachmittags mit 33,7° die höchste Temperatur im diesjährigen Januar (bislang) gemessen.
wdw_rain 16.01.2007 Eher ungewöhnlich sind Niederschlagsmeldungen aus Saudi-Arabien. Der Norden war jedoch Anfang der Woche von einem Tief mit ausgedehnten Wolkenfeldern betroffen, aus denen durchaus nennenswerter Niederschlag fiel, auch wenn meist weniger als 10 mm gemeldet wurden. Am ergiebigsten regnete es anscheinend in der Nacht zum 16.1. in Al-Wejh an der Nordwestküste. Diese Station meldete eine Regenmenge von 84 mm für 12 Stunden.
wdw_cold 17.01.2007 14°C Höchsttemperatur, nachts etwa 3°C – was für Mitteleuropa zu dieser Jahreszeit sehr mild wäre, ist in San Diego, Südkalifornien, eine Abweichung von -6° vom Durchschnitt. Aber nicht nur in Kalifornien, sondern allgemein im Westen der USA sowie im äußersten Südwesten Kanadas ist es deutlich zu kalt. Weiter nördlich ist es hingegen bis nach Alaska zu warm.
wdw_storm 19.01.2007 Das Orkantief ‚Kyrill‘ zog am 18.1. vom östlichen Atlantik bis nach Russland und brachte auch im Flachland verbreitet Orkanböen mit. Im Flachland sind besonders Artern und Düsseldorf mit 144 km/h zu nennen. Auf den Bergen wehte der Wind noch ein bisschen heftiger. Der Brocken belegte mit 198 km/h nur Platz 4, Spitzenreiter war der Aletschgletscher mit 225 km/h. ‚Kyrill‘ brachte außerdem sehr warme und feuchte Luft mit. Die Höchsttemperatur lag in Mitteleuropa meist zwischen 11°C und 15°C, in Gumpoldskirchen wurden nachts(!) 20°C gemessen und Turin meldete am 19.1. mit 25,1°C sogar einen Sommertag. Hierfür war allerdings Föhnunterstützung notwendig. An der Kaltfront kam es zu sehr intensiven Wettererscheinungen. Vielfach kam es zu Gewittern, die teilweise sommerlichen Charakter annahmen und mit Starkregen verbunden waren. Wittenberg (Sachsen-Anhalt) wurde von einem Tornado der Stärke 2-3 getroffen. Auch der Niederschlag war enorm: 24-stündige Mengen von 40 mm kamen öfter vor, auf dem Brocken waren es sogar 90 mm. Kleinere Flüsse und Bäche traten über die Ufer. Weitere Infos über ‚Kyrill‘ gibt es auf der Extra-Ausgabe.