13 Nov

Regen im November

Das Tief Alexandra brachte gestern und heute in Deutschland nennenswerten bis ergiebigen Regen. Besonders im Saarland wurden Tagessummen von 20 mm und mehr verzeichnet. Das Besondere: Es kam entlang der Kaltfront auch zu Gewittern.

In Berlin waren die Niederschlagsprozesse moderater. Hier regnete es heute in der ersten Tageshälfte über Stunden leicht bis mäßig, was in der Summe auch um 10 mm brachte. Auch in „normalen“ Jahren ist stundenlanger Regen in Berlin nicht wirklich häufig, aber in diesem sehr sehr trockenen Jahr ein schönes Geschenk. Da macht der Spaziergang umso mehr Spaß.

Dieser schöne regennasse Weg befindet sich nicht in Berlin, sondern in einer anderen Großstadt. Aber wo?

Am Nachmittag zogen noch teilweise kräftige Schauer durch, die allerdings südlich und südöstlich der Stadt noch ausgeprägter waren. Dort kam es ebenfalls zu Gewittern. Innerhalb von kurzer Zeit fielen gebietsweise mehr als 10 mm.


16 Jun

Fakten zum Klimawandel

Die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA war ein Festtag für die sogenannten KlimaskeptikerInnen¹. Auch der Austritt der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen dürfte sie gefreut haben. Da kann es nicht wundern, dass aus der Richtung wieder mehr Wortmeldungen kommen. Das ist auch völlig in Ordnung. Es muss aber nicht unwidersprochen bleiben.

So hat zum Beispiel das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) eine entsprechende Stellungnahme mit dem Titel „Fakten zum Klimawandel“ verfasst. Darin wird

  • mit Verweis auf den Weltklimarat (IPCC) nochmal klargestellt, dass sich die derzeitigen Klimaänderungen ohne Berücksichtigung der anthropogen verursachten Emissionen nicht erklären lassen;
  • darauf hingewiesen, dass die jetzigen Änderungen in einem so rasanten Tempo ablaufen, dass eine Gleichsetzung mit den Wechseln von Kalt- zu Warmphasen (und zurück) nicht zulässig ist;
  • wiederum mit Verweis auf den Weltklimarat betont, dass die Treibhausgasemissionen erheblich und dauerhaft gesenkt werden müssen, um die Klimaänderungen zu begrenzen.

Im zweiten Teil der Stellungnahme werden kurz die Prinzipien wissenschaftlicher Arbeit sowie die Aufgaben, die Arbeitsweise und die Grenzen des Weltklimarates erläutert. Messungen und Beobachtungen sind die Grundlage für wissenschaftliche Erkenntnisse – die Methodik, mit der diese dann gewonnen werden, muss nachvollziehbar und überprüfbar sein. [Kann gar nicht oft genug gesagt werden, obwohl es selbstverständlich ist. ] Es wird auf die große Anzahl der beteiligten WissenschaftlerInnen hingewiesen – und auf den Umstand, dass die Klimaforschung lediglich die Grundlage für politische Entscheidungen liefert, diese jedoch nicht trifft.

¹ Nun zweifeln diese SkeptikerInnen natürlich nicht am Klima selber, wohl aber daran, dass die derzeitigen Klimaänderungen im Wesentlichen hausgemacht sind. Außer einer festen Meinung, die selbstredend nie und nimmer angezweifelt wird, kommt meistens – nichts. Das ist auch der Grund, weshalb sich in wissenschaftlichen Journalen bzw. auf wissenschaftlichen Kongressen kaum ein entsprechender Beitrag finden lässt, und nicht eine behauptete Zensur.
Nun ja. Wahrscheinlich gibt es auch immer noch Leute, die glauben, dass die Erde eine flache Scheibe ist …

05 Okt

Meteorologischer Kalender 2017

Der Meteorologische Kalender der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft (DMG) für das Jahr 2017 macht wieder was her. Auf den Vorderseiten sind wunderschöne und/oder beeindruckende Fotos ganz verschiedener meteorologischer Phänomene zu sehen. Wer gucken möchte, kann das auf den DMG-Seiten tun.

Die Rückseiten haben als Hauptthema: „Gewitter“. Natürlich geht es um die Entstehung derselben, um ihren Aufbau, um ihre Vorhersagbarkeit oder um Begleiterscheinungen wie Tornados. Der Schwerpunkt liegt aber mehr auf den Blitzen: Wie entstehen sie, was haben sie für Eigenschaften, wie werden sie erfasst, wie sieht die Blitzstatistik für Europa aus, gibt es Kugelblitze oder wie kommen Rote Kobolde ins Spiel? Ein Beitrag befasst sich mit den Folgen eines Blitzeinschlags in Menschen. In einem weiteren Beitrag wird erläutert, wie ein Donner sichtbar gemacht wird, ein anderer befasst sich mit dem Phänomen des Heatbursts. Die Geschichte des Blitzsableiters wird ebenfalls erzählt.

Als zweites Thema gibt es „Kunst und Wissenschaft“. Dabei geht es auch um die Darstellung von Blitzen in der Kunst. Dazu kommen ruhige Bilder eines Forstwissenschaftlers, der gleichzeitig Maler ist.  Hier spielen Lichteffekte eine Rolle, es geht um die Zeit – insgesamt sind die ruhigen, zum Sinnieren einladenden Bilder ein Gegenpol zum donnernden Hauptthema des Kalenders.

Der Kalender hat etwa A3-Format und kostet 19,90 Euro (ggfs. plus Versandkosten), DMG-Mitglieder zahlen 16,50 Euro. Die Postkarten-Ausgabe des Kalenders (ohne Rückseiten) kostet 9,90 Euro (bzw. 7,50 Euro für Mitglieder). Weitere Angaben (z.B. Mengenrabatt) finden sich auf der Bestellseite der DMG.

Übrigens: Der Kalender ist auch ein hübsches Weihnachtsgeschenk.