14 Jul

wdw 28.1. – 3.2.2008

wdw_snow 31.01.2008 Schnee und Kälte haben sich derzeit in China festgesetzt. Entlang des Flusses You Jiang (der bei Macao ins Südchinesische Meer mündet) und nördlich davon stieg die Temperatur in der ersten Wochenhälfte bis 5 – 7 °C, in Mengshan wurden am 30.1. nur  2°C erreicht. Wenig weiter nördlich, in Chenzhou (etwa 26. Breitengrad, 185 m über NN) herrschte am 29.1. sogar Dauerfrost. Dort und wiederum etwas weiter im Norden Chinas schneite es dazu teilweise sehr heftig. Ab dem 30. Breitengrad liegt eine geschlossene Schneedecke, die auch im Tiefland mehrere Zentimeter Höhe erreicht, viele Straßen waren für Tage unpassierbar.
wdw_rain 01.02.2008 Nachdem es in Indonesien und den angrenzenden Gebieten für einige Wochen nur noch moderate Niederschläge gegeben hatte, ist es jetzt wieder heftig geworden. Es wurden verbreitet 24-stündige Summen von mehr als 50 mm gemeldet, und es waren auch immer wieder Meldungen über mehr als 100 mm dabei. Am 29.1. fielen in Banyuwangi (Java) 201 mm und in Sumbawa Besar (Insel Sumbawa) waren es sogar 231 mm. Am 31.1. wurden aus Meulaboh (im Norden Sumatras gelegen) 315 mm gemeldet. Einem Tag später, am 1.2., sind dann über Jakarta 395 mm niedergegangen.
wdw_storm 01.02.2008 Der Monatswechsel gestaltete sich insbesondere in Westeuropa sehr stürmisch. Bereits am 30.1. wurden in Belmullet (im Norden Irlands) und in South Uist Range (Hebriden) Orkanböen (Windstärke 12) registriert. Am nächsten Tag traten diese dann in einem recht großen Gebiet auf, welches die Färöer, Irland, Großbritannien und die Küstengebiete Südnorwegens und Norddeutschlands umfasst. Dabei wurden Böen von mehr als 130 km/h gemessen. Mehrere Schiffe gerieten in Seenot. Im Binnenland gab es Böen der Stärke 10 – 11. Über dem offenen Meer wehte selbst der mittlere Wind mit dieser Stärke. Am 1.2. ließ der Sturm im Großen und Ganzen zwar nach, aber einige Stationen meldeten immer noch Orkanböen, wie Malin Head im Norden Irlands oder Utsira in Südnorwegen. Auch auf den Gipfeln der deutschen Mittelgebirge erreichte der Wind Orkanstärke. An erster Stelle steht wieder mal der Brocken, auf dem am 1.2. eine Spitzenbö von 148 km/h gemessen wurde.
wdw_cold 02.02.2008 In den USA hat es insbesondere westlich und südlich der Großen Seen einen jähen Temperatursturz gegeben. In Indianapolis z.B. ging die Temperatur am 30.1. innerhalb von 6 Stunden um rund 23° zurück (von +12,2°C auf -11,1°C). Ursache war ein Tief, das von den Rocky Mountains nach Osten zog und dabei einen Kaltluftsee über den kanadischen Provinzen Alberta und Sasketchewan anzapfte. Dort lagen die Tiefsttemperaturen um den Monatswechsel herum verbreitet unter -40°C. Am 1.2. meldete die Station Key Lake im Nordwesten Albertas ein Minimum von -51,2°C.
wdw_ts 01.02.2008 Der Zyklon ‚Fame‘ über Madagaskar schwächte sich über Land zum Sturm ab. Er zog dicht an der Hauptstadt Antananarivo vorbei nach Ost-Südost und verließ am 28.1. bei Vatomandry die Insel. ‚Fame‘ behielt seinen Kurs bei, drehte am 30.1. dann aber auf Süd, kreiselte ein wenig und setzte seinen Weg in südliche bis südöstliche Richtungen fort. Am 1.2. schwächte ‚Fame‘ sich zu einem Tief ab.

Der Tropische Sturm ‚Gula‘ nord-nordöstlich von Mauritius verstärkte sich am 28.1. zum Zyklon und änderte seinen Kurs auf West. Am 30.1. erreichte er seine maximale Stärke 2 und drehte wieder zurück auf eine südliche Richtung. Einen Tag später schwächte sich ‚Gula‘ zum Sturm ab, zog kurzzeitig nochmal nach West-Südwest, drehte aber rasch wieder nach Süden zurück. Dabei erwischte er auch Mauritius. Am 1.2. schließlich schwächte sich ‚Gula‘ zum Tief ab.

Der Tropische Sturm ‚Gene‘ überquerte am 28.1. die Fidschi-Inseln in west-südwestlicher Richtung und behielt diesen Kurs auch in etwa bei. Am 30.1. verstärkte sich ‚Gene‘ zum Zyklon. Einen Tag später erreichte er Süd-Melanesien mit Stärke 3. ‚Gene‘ änderte seinen Kurs zunächst auf Südwest, einen Tag später dann auf Süd bis Südost. Er zog nur noch langsam, schwächte sich am 2.2. zum Sturm ab, behielt seinen Kurs aber bei. ‚Gene‘ befindet sich auf dem offenen Meer und hat den südlichen Wendekreis bereits überquert.

 

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