17 Jun

wdw 6.8. – 12.8.2007

wdw_cold 08.08.2007 Große Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht gab es Anfang der Woche im Gebiet um Ojmjakon in Ostsibirien. In Ojmjakon selbst war dieser Gegensatz mit knapp 29 Grad am 8.8. größten, einem Minimum von -1,8°C stand ein Maximum von 26,6°C gegenüber. Am kältesten ist es jedoch zwei Tage vorher geworden: Die Temperatur sank am 6.8. auf -4,8°C – Anfang August ist das auch für diese Gegend ein sehr niedriger Wert.
wdw_rain 09.08.2007 Der ehemalige Tropische Sturm ‚Chantal‘ hatte sich nach seiner Umwandlung in ein außertropisches Tief auf den Weg nach Europa gemacht. ‚Chantal‘ bevorzugte den Norden und zog in Richtung Spitzbergen, wo dann auch (für dortige August-Verhältnisse) ergiebiger Niederschlag fiel. Am 8.8. wurden von der Station Ny-Alesund 5 mm und am 9.8. dann 20 mm gemeldet, womit bereits etwas mehr als der durchschnittliche Niederschlag für den gesamten Monat gefallen ist.
wdw_rain 11.08.2007 Zum wiederholten Male in diesem Jahr ist es in Mitteleuropa zu Unwettern mit sehr viel Niederschlag gekommen. Teile des Havellandes (westlich von Berlin) sind ja schon seit Wochen eher eine Morast- und Seenlandschaft, die auch in dieser Woche mit Wasser gefüttert wurde. Trotz einer überschwemmten Berliner U-Bahn-Station war das Wetter in dieser Gegend aber noch vergleichsweise harmlos: Im Bergischen Land fielen am 6.8. verbreitet 30 – 40 mm Regen innerhalb von kurzer Zeit, in der Folge liefen Bäche (und ein Freibad) über. An den nächsten Tagen regnete es von Norditalien bis zur Nord- und Ostseeküste anhaltend und ergiebig, viele 24-stündige Regenmengen bewegten sich zwischen 30 und 70 mm. In Mailand fielen an 2 Tagen mehr als 300 mm, davon knapp 150 mm in nur 12 Stunden. In der Schweiz kam es besonders in den Kantonen Bern und Freiburg verbreitet zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Ende der Woche erwischte es dann Fehmarn und Umgebung. Im östlichen Teil der Insel fielen sogar mehr als 175 mm (in 24 Stunden) – etwa das dreifache der durchschnittlichen Augustmenge. Auch dort gab es Überschwemmungen. Aus mehreren Gebieten wurden in dieser Woche auch Sturmschäden durch Gewitterböen gemeldet.
wdw_rain 11.08.2007 Weiterhin heftig waren die Monsunniederschläge dieser Woche in Asien. Hohe Regensummen (sowie Überschwemmungen und Erdrutsche) wurden aus einem Gebiet zwischen Pakistan und der Koreanischen Halbinsel gemeldet. In Karachi fielen 132 mm (10.8.), im nicht allzu weit entfernten Surat (Indien) waren es drei Tage vorher 200 mm. Ähnliche Werte wurden aus Vietnam, Laos, China und den Philippinen gemeldet. Außerdem gab es eine Reihe von 48- bzw. 72-stündigen Meldungen über mehr als 250 mm Niederschlag, besonders aus Nordkorea.
wdw_ts 12.08.2007 Der Tropische Sturm ‚Pabuk‘ westlich der Marianen-Inseln zog unter Verstärkung nach West-Nordwest, später nach Westen und erreichte am 7.8. nicht nur das Taifun-Stadium, sondern auch die Südspitze von Taiwan. ‚Pabuk‘ entwickelte sich nicht weiter, sondern schwächte sich wieder zum Sturm ab, behielt seinen Westkurs aber bei. Am 9.8. erreichte er bei Hongkong das Festland und wandelte sich schnell in ein (niederschlagsreiches) Tief um.
Am 8.8. bildete sich ca. 300 km südöstlich von Taiwan der Tropische Sturm ‚Wutip‘. Er verstärkte sich zwar noch ein wenig, erreichte aber schon am nächsten Tag Taiwan und schwächte sich nach seinem Landgang rasch zum Tief ab.
Etwa 1200 km östlich der philippinischen Insel Luzon hat sich am 12.8. der Tropische ‚Sepat‘ entwickelt, der sich an diesem Tag noch nicht verstärkte und nahezu ortsfest war.
Ungefähr an der gleichen Stelle wie sein Vorgänger ‚Erick‘ ist am 8.8. im östlichen Pazifik der Tropische Sturm ‚Flossie‘ entstanden. ‚Flossie‘ zog zunächst nach Westen und verstärkte sich am 10.8. zum Hurrikan. Einen Tag später änderte sich der Kurs etwas mehr auf West-Nordwest. ‚Flossie‘ hatte am 12.8. die Stärke 4 und zieht in Richtung Hawaii.

 

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