17 Jun

wdw 5.11. – 11.11.2007

wdw_hot 09.11.2007 Der Winter hat in der nordostsibirischen Stadt Verchojansk längst Einzug gehalten, aber kleine ‚Wärme’schübe kommen dennoch vor. Bereits am 8.11. war es mit ca. -16°C nur mäßig kalt. Am Abend näherte sich dann ein Tief, der Wind frischte auf und in nur 6 Stunden stieg die Temperatur auf -0,8°C an. Die Erwärmung kam dann fast zum Erliegen, brachte aber am 9.11. einen Höchstwert von genau 0,0°C. Am nächsten Tag war die Kaltfront durch und die Temperatur begann deutlich zu sinken.
wdw_storm 09.11.2007 Anfang der Woche brachte das Sturmtief ‚Stefan‘ dem Bereich der Nordsee schwere Sturmböen, dann sagte Mitte der Woche der Ex-Hurrikan ‚Noel‘ noch schnell in West-, Mittel- und Nordeuropa auf ähnliche Weise ‚Guten Tag‘.  Am 8.11. schließlich kam mit ‚Tilo‘ ein klassisches Orkantief daher. Auf den Britischen Inseln gab es schwere Sturmböen, in Schottland, auf den Shetlands und in Südnorwegen wurden auch Orkanböen registriert. Spitzenreiter waren Fair Isle (Shetland) und Utsira (Norwegen) mit rund 150 km/h. Am 9.11. wehte der Wind dann auch in Mitteleuropa kräftig und bis weit ins Binnenland gab es Sturmböen. Orkanböen blieben jedoch auf die Nordseeküste sowie Mittelgebirgsgipfel und Alpen beschränkt.
wdw_snow 11.11.2007 In höheren Lagen Deutschlands ist der erste Schnee ja schon lange gefallen, aber das Orkantief ‚Tilo‘ sorgte zusammen mit seinem Nachfolger ‚Urs‘ für winterliche Landschaften auch im Flachland. Am 9.11. gab es westlich und südlich der Elbe verbreitet Schnee und Schneeschauer, die aber erst in Süddeutschland zur Ausbildung einer Schneedecke führten. Am nächsten Tag zog ein Schneefallgebiet über Brandenburg hinweg, das von Graupel- und Hagelgewittern begleitet wurde. Die Körner haben einen Durchmesser von 1 cm erreicht. Besonders der Schnee führte auf Wiesen und Dächern selbst in der Berliner Innenstadt zu einer Schneedecke, was auch die Fans der ‚Sportschau‘ bewundern durften, da sich bei der Partie Hertha-Hannover (1:0) niemand fand, der mit der Rasenheizung umgehen konnte. Am 11.11. zog dann ‚Urs‘ die Elbe entlang und brachte dort und östlich davon verbreitet Schnee, der auch im Flachland einige Stunden liegen blieb und Schneehöhen von bis zu 7 cm (Görlitz) hervorbrachte. In den Mittelgebirgen und den Alpen gab es sehr große Neuschneemengen (teilweise trotz zwischenzeitlichen Tauwetters). Innerhalb von 60 Stunden wuchs die Schneedecke bis zum 11.11. abends auf den nördlichen und östlichen Mittelgebirgsgipfeln um 40 bis 50 cm, auf der Zugspitze um 90 cm an. Dort wurde eine Gesamtschneehöhe 170 cm gemessen.
wdw_cold 11.11.2007 In Eureka in Nordost-Kanada ist es sehr kalt geworden. Am 5.11. stieg die Temperatur noch auf -29,2°C, in den Tagen danach wurden nur noch Höchstwerte um -37°C gemessen. Die Tiefstwerte lagen unter -40°C, am kältesten wurde es am 10.11. mit -42,4°C. Außer am 5.11. waren die Tage damit um etwa 9°C zu kalt. Die Schneehöhe wird mit nur 9 cm angegeben.
wdw_ts 11.11.2007 Nach der Überquerung der philippinischen Insel Luzon änderte der Taifun ‚Peipah‘ im Südchinesischen Meer am 5.11. seinen Kurs auf Nordwest, schwächte sich zum Sturm ab und verringerte deutlich seine Zuggeschwindigkeit. Bereits am nächsten Tag verstärkte sich ‚Peipah‘ erneut zum Taifun und änderte auch seinen Kurs wieder zurück nach Westen. Er zog aber weiterhin nur langsam. Erst im Lauf des 7.11. beschleunigte ‚Peipah‘ wieder, drehte auf südwestlichen Kurs, schwächte sich aber so stark ab, dass er ab dem 8.11. nur noch als Tief geführt wurde.
Genau auf dem 10. Breitengrad und zwischen den Inseln Little Andaman und Car Nicobar hat sich im Golf von Bengalen am 11.11. der Tropische Sturm ‚Sidr‘ entwickelt. Die beiden Inseln sind je etwa 100 km vom Sturmzentrum entfernt. ‚Sidr‘ bewegt sich derzeit langsam unter leichter Verstärkung nach Westnordwest.

 

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