17 Jun

wdw 10.12. – 16.12.2007

wdw_rain 10.12.2007 Warmluft in der Höhe, Kaltluft am Boden, dazu Dauerregen – das führte im US-amerikanischen Bundesstaat Oklahoma zu anhaltendem Eisregen, der das Land buchstäblich mit einem zentimeterdicken Eispanzer überzog. Bäume und Stromleitungen waren dieser Last vielfach nicht gewachsen und brachen zusammen. In Oklahoma City fielen dabei in 24 Stunden 61 mm Niederschlag. Auf engem Raum war auch ein bemerkenswerter Temperaturgegensatz festzustellen: In Waco lag die Temperatur um 7 Uhr MEZ bei 3°C, im 280 km entfernten Houston bei 21°C.
wdw_rain 11.12.2007 Auf Bali, dem Ort der UN-Klimakonferenz, hat es in dieser Woche wenig geregnet, ansonsten waren die Niederschläge in Indonesien und Malaysia wieder sehr ergiebig. Es gab vielfach Meldungen von 24-stündigen Regenmengen zwischen 50 und 100 mm. In Sintang (Kalimantan, Indonesien) fielen an drei Tagen insgesamt fast 300 mm. Kuantan (zentral an der Ostküste der malaysischen Halbinsel gelegen) meldete an drei Tagen jeweils mehr als 100 mm (in 24 Stunden), in der gesamten Woche kamen dort knapp 450 mm zusammen.
wdw_rain 15.12.2007 Zu einem kräftigen Hoch über Mitteleuropa gehören i.A. auch kräftige Niederschläge im Mittelmeergebiet. In dieser Woche waren die zentralen und östlichen Anrainerstaaten betroffen. Die ganze Woche über gab es Meldungen von 24-stündigen Mengen von mehr als 20 mm. Einige Stationen (hauptsächlich in Griechenland und der Türkei) meldeten aber auch erheblich mehr. In Anamur (türkische Südküste) fielen 84 mm, auf Samos 90 mm (beides am 10.12.). Drei Tage später meldete Limnos dann 93 mm. Besonders auffällig war die Station Palermo/Punta Raisi. Dort wurden gleich an drei Tagen Regenmengen von rund 100 mm registriert, insgesamt fielen in dieser Woche dort 433 mm. Allein damit wurde das Dezember-Maximum für den Zeitraum 1961-90 um mehr 150 mm übertroffen.
wdw_cold 16.12.2007 Einen empfindlichen Wintereinbruch hat es in Italien gegeben. Dabei kam es nicht nur in den Bergen, sondern selbst im Flachland zur Bildung einer dünnen Schneedecke – und zwar auch in Süditalien. Am 15. und 16.12. meldeten die meisten Stationen leichten bis mäßigen Frost, in Bari und Neapel (Tiefstwert -2,7°C bzw. -4,5°C) sind die Messwerte rekordverdächtig. In Neapel wurde am 15.12. eine Höchsttemperatur von nur 1,4°C erreicht.
wdw_ts 16.12.2007 Am 10.12. bildete sich bei den Jungferninseln unmittelbar östlich von Puerto Rico der Tropische Sturm ‚Olga‘. Der Sturm zog nach Westen knapp an Puerto Rico vorbei und erreichte am 11.12. die Dominikanische Republik. Da ‚Olga‘ nur wenig über offenes Wasser zog, reichte es glücklicherweise nicht zum Hurrikanstadium. Aber auch so gab es hohe Niederschläge entlang der Zugbahn. ‚Olga‘ behielt den Westkurs bei, schwächte sich über Haiti zum Tief ab, erreichte am 12.12. über dem Meer aber nochmal Sturmstärke. Erst über Jamaika löste sich ‚Olga‘ am 13.12. schließlich auf.
Etwa 1400 km nordöstlich von Mauritius entwickelte sich am 13.12. der Tropische Sturm ‚Celina‘. Der Sturm zog langsam mehr oder weniger nach Südwesten und verstärkte sich dabei nicht. Am 16.12. war ‚Celina‘ – immer noch ein Sturm – noch etwa 400 km von der Insel Rodrigues entfernt.

 

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